Wo es Artur Doppelmayrs Verlassenschaft an die Spitze schaffte

Markt / 15.01.2022 • 07:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wo es Artur Doppelmayrs Verlassenschaft an die Spitze schaffte
Artur Doppelmayr hat seine letzten Jahre in Kärnten verbracht.  FA

Passiva im mehrstelligen Millionenbereich: Grund seien die Familienstreitigkeiten.

Maria Wörth, Wien Mit seinen technischen Innovationen und höchster Qualität führte er sein Unternehmen im Seilbahnbau an die Spitze, heute ist das Wolfurter Unternehmen Weltmarktführer in der Branche und beschäftigt weltweit rund 3200 Mitarbeiter. Ende des vergangenen Jahres geriet er wieder in die Schlagzeilen und nochmals ganz nach vorne.

Allerdings sicher anders, als er sich das gewünscht hätte. Die am 29. Dezember 2021 beim Landesgericht Klagenfurt angemeldete Insolvenz über die Verlassenschaft des Wolfurter Industriepioniers und Seilbahnbauers Prof. DI Dr. Artur Doppelmayr mit einer angenommenen Passiva von 203,6 Millionen Euro ist nicht nur eine der letzten Insolvenzen gewesen, die 2021 angemeldet wurde, sie ist auch die größte Österreichs, wie aus der Insolvenzstatistik des vergangenen Jahres, die vom Alpenländischen Kreditorenverband am Freitag veröffentlicht wurde, hervorgeht.

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Seit seinem Tod im Jahr 2017 war das Verlassenschaftsverfahren anhängig, welches durch die Einantwortung bzw. den Erbantritt der Alleinerbin, der Adoptivtochter des Verstorbenen, im Dezember 2021 abgeschlossen werden sollte. Doch mit Zustellung des Einantwortungsbeschlusses wurde schließlich festgestellt, dass der Nachlass überschuldet ist (die VN berichteten). Die Gründe der Insolvenz liegen laut Erbin in jahrelangen gerichtlichen familiären Vermögensaufteilungsstreitigkeiten. Schließlich sei der Verstorbene, der zuletzt in Maria Wörth lebte, sogar auf finanzielle Unterstützung und Hilfe in der Lebensführung durch seine adoptierte Tochter angewiesen, um das tägliche Leben und die Rechtsstreite bezahlen zu können.

Doppelmayr ist nicht der einzige Industriepionier, über dessen Verlassenschaft eine Insolvenz angemeldet wurde. Im Juli traf dies auch Hubert Palfingers Verlassenschaftschaft. Wie der KSV 1870 informiert hat, belaufen sich diese Forderungen auf rund 50 Millionen Euro.

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