Gefühlslage hat sich stabilisiert

Markt / 16.01.2022 • 17:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der aktuelle Wohlfühlindex in Vorarlberg liegt bei 60,7 von 100 Punkten.APA, Marketmind
Der aktuelle Wohlfühlindex in Vorarlberg liegt bei 60,7 von 100 Punkten.APA, Marketmind

Billa Österreich Report: Die Vorarlberger haben gelernt, mit der Situation umzugehen.

Schwarzach, Wiener Neudorf Die Pandemie begleitet uns seit nun fast zwei Jahren. Rund zehn Prozent der Vorarlberger und Vorarlbergerinnen waren bisher selbst und 51 Prozent im engeren Umfeld von einer Corona-Erkrankung betroffen. 18 Prozent waren in Kurzarbeit und fast sieben Prozent haben ihren Arbeitsplatz verloren. 29 Prozent spüren die wirtschaftlichen Folgen. Im Großen und Ganzen haben die Vorarlberger aber gelernt, mit der Situation umzugehen. Laut dem Österreich Report, der vom Marktforschungsinstitut marketmind im Auftrag des Lebensmittelhändlers Billa bereits zum dritten Mal erstellt wurde, geht es den Menschen im westlichsten Bundesland trotz der Umstände gut. Das Wohlbefinden hat sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gehalten.

So liegt der aktuelle Wohlfühl-Index bei 60,7 von 100 Punkten im Vergleich zu 62,8 Punkten in 2020 und in 2020 und 64,4 Punkten in 2019 und befindet sich damit im Österreich-Schnitt (2021: 61; 2020: 60,7; 2019: 64,4). Der Wohlfühlindex wird anhand eines statistischen Modells unter Einbeziehung der Einflussstärken aus unterschiedlichen Lebensbereichen ermittelt. Das größte Plus verzeichnet die Freizeit (+2 Punkte), doch in anderen Bereichen hat das Wohlbefinden der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger abgenommen. Am meisten zurückgegangen ist es im Bereich Ausbildung (-6 Punkte). Etwas verloren haben zudem die Bereiche Lebenssinn (-4 Punkte), Alltagstätigkeiten (-3 Punkte) und Arbeit (-2 Punkte). Die Tatsache, dass sich die Vorarlberger in einigen Bereichen ihres Lebens aber weniger wohl fühlen, macht sich im Bundesländerranking bemerkbar: So verliert der Vorjahressieger Vorarlberg sechs Ränge und liegt nun vor dem Burgenland (2020: Platz 9) und Wien (2020: Platz 8) auf dem 7. Platz. Neues Wohlfühlbundesland Nummer 1 ist Salzburg (2020: Platz 3). Im Landeshauptstädtevergleich weist Vorjahressieger Bregenz den größten Rückgang auf und landet nun auf dem dritten Platz. Den ersten Stockerlplatz konnte sich Salzburg (2020: Platz 4) holen. Stefan Schiel, Managing Director bei marktmind, erklärt: „Im Dreijahresvergleich sieht man zwar einen Rückgang des Wohlbefindens in Vorarlberg, aber 2021 hat sich die Gefühlslage stabilisiert.

Knappes Rennen

Die Vorarlberger Bezirke reihen sich in einem sehr engen Feld aneinander: Sieger ist Feldkirch mit 61 Wohlfühlpunkten, das mit einem Plus von drei Rängen Vorjahresgewinner Bludenz knapp auf Platz 2 (60,9) verdrängt. Unverändert auf dem dritten Platz landet Bregenz mit 60,7 Punkten. Das Schlusslicht bildet Dornbirn mit 60,2 Punkten, das mit einem Minus von zwei Rängen die größten Verluste im Bezirksranking verzeichnet.

Gefragt nach ihren größten Sorgen geben 49 Prozent die politische Lage im Land an. Weiters machen sich die Vorarlberger um Klima und Umwelt (41 %; Österreich: 40 %) viele Gedanken. Während die heimische Wirtschaft 2020 noch das größte Sorgenkind war, liegt diese nach einem Rückgang um 34 Prozentpunkten nun auf Platz fünf. Um Geld und Finanzen sorgen sich in Vorarlberg ebenfalls 35 Prozent der Befragten. Für das Jahr 2022 gehen rund vier von zehn Befragten im Land davon aus, dass sich ihr persönliches Wohlbefinden positiv entwickeln wird. VN-sca

Stefan Schiel: Vorarlberger machen sich Sorgen um die Umwelt.
Stefan Schiel: Vorarlberger machen sich Sorgen um die Umwelt.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.