Bregenzer Gastronom eröffnet in München

Markt / 19.01.2022 • 22:10 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Das Shao Kao ist in der Kaufingertor Passage im Herzen der Stadt.
Das Shao Kao ist in der Kaufingertor Passage im Herzen der Stadt.

Der Bregenzer Gastronom eröffnet im Herzen von München ein Restaurant mit verschiedenen Konzepten.

Bregenz, Dornbirn, München Der britische Superstar Daniel Craig hatte, als er in Bregenz Szenen für den James Bond-Streifen „Ein Quantum Trost“ ein Lieblingslokal gefunden. Der Schauspieler speiste gleich mehrmals im asiatischen Spitzenrestaurant Chens in Bregenz. Auch bei den Vorarlbergern hat das Restaurant auf Anhieb Fans gefunden, genauso wie die weiteren Lokale des Bregenzer Gastronomen Peirong Chen – sei es in der Fastfood-Kette Chens oder das 2016 eröffnete Shao Kao, das mit seinem kulinarischen Konzept, einer Fusion aus asiatischer und italienischer Küche, überzeugen konnte.

Küchentrends

Chen hat das Niveau der asiatischen Küche im Land deutlich gehoben, auch die Restaurants wurden modern euroasiatisch eingerichtet und dadurch für viele Gäste attraktiver. In die Hände spielte ihm, der das früh genug erkannt hat, auch die zunehmende Vorliebe nach einer leichteren, gemüsebetonteren Küche die er mit einem breiten Angebot beantwortet, ohne andererseits den Trend zu Steaks aus den Augen zu lassen. Und er hat hochwertige Weine auf die Karte seiner Top-Restaurants gesetzt, für viele anspruchsvolle Gäste ein wichtiges Kriterium.

Was im Land funktioniert, rollt der gebürtige Chinese, der 1991 nach Österreich kam und 2005 sein erstes Restaurant in Vorarlberg öffnete, jetzt auch in München. Und dort nicht irgendwo, sondern mitten im Herz. Das Restaurant mit drei Etagen und deshalb auch mit ebenso vielen Restaurantkonzepten ist in der Fußgängerzone und dort in der Kaufingertor-Passage. Der Unternehmer hat sich zu dem Schritt in die kulinarisch anspruchsvolle Bayernmetropole entschlossen, als Corona die Gastronomie frontal getroffen hat. „Ich habe mir nicht gedacht, dass es so lange dauern wird“, gibt Pairong Chen im Gespräch mit den VN zu. Denn damals rechnete er mit der Eröffnung und dem gleichzeitigen Beenden der Pandemiemaßnahmen bis Sommer 2021. So schnell ging es doch nicht, allerdings konnten das Shao Kao Quick & Fresh und das Asian Frill bereits öffnen, noch dieser Tage geht das Shao Kao Grill & Wine in Betrieb, informiert Chen. Insgesamt beträgt die Fläche 670 Quadratmeter.

Drei Konzepte in einem Haus

Im Grill & Wine, das auch eine große Terrasse hat, werden die originale Peking-Ente, Steaks, gegrillte Fische und Meeresfrüchte mit speziellen asiatischen Gewürze angeboten. Dazu wird eine internationale Weinkarte angeboten. Im Quick & Fresh geht’s schnell, dennoch sind die Nudelgerichte, bunte Poke-Bowls sowie Sushis frisch zubereitet. Chen spricht von einem „jungen fröhlichen Ambiente“ in diesem Lokal mit ebenerdigem Zugang für den schnellen Genuss, etwa in der Mittagspause.

Und im Asian Grill werden mit rauchfreien Tischgrillern frisch zugeschnittenes Fleisch, Gemüse und Fisch am Tisch von den Gästen gegrillt. Neben dem bewährten Personal setzt der Gastronom auf zwei außergewöhnliche Mitarbeiter namens Bella – zwei Servierroboter, die Speisen an den Tisch bringen. Im Dornbirner Shao Kao hat übrigens ihre ältere Schwester schon ihr Können unter Beweis gestellt. Besonders Kinder freuen sich über die netten Maschinen, erzählt er. Und auch wenn er sonst keine Auskunft über die Kosten seines neuen Restaurants gibt – die Servierroboter haben je 20.000 Euro gekostet. Sie sollen das menschliche Personal nicht verdrängen, im Gegenteil: „Dadurch haben unsere Mitarbeiter mehr Zeit für die Gäste“, ist er sich sicher. Außerdem sei ja bekannt, dass der Mitarbeitermangel in der Gastronomie besonders hoch sei, die Bellas, die auch sprechen können und ein nettes Gesicht machen, schaffen einiges weg, sie können vier Tabletts mit bis zu 40 Kilogramm Speisen und Getränken gleichzeitig tragen und das ohne zu ermüden.

Expansion

Dass er in München ein Restaurant eröffnet habe, hat zwei Gründe. Erstens, so Chen, sei man in Vorarlberg schon sehr gut vertreten, und zweitens denke er auch an die Expansion in andere deutsche Städte. Die ersten Kunden jedenfalls zeigten sich begeistert vom neuen kulinarischen Angebot in der bayerischen Hauptstadt. VN-sca

„Ich bin derzeit vorsichtig, aber ich möchte durchaus in Deutschland expandieren.“

Die Bellas (li.) arbeiten im Service. Blick in den Empfangsbereich des Restaurants. <span class="copyright">FA, Eiskalt</span>
Die Bellas (li.) arbeiten im Service. Blick in den Empfangsbereich des Restaurants. FA, Eiskalt

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