Kaufmann Bausysteme wächst erneut zweistellig

Markt / 19.01.2022 • 18:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gut verteilte Produktionsstandorte sind für Geschäftsführer Christian Kaufmann eine Möglichkeit, die Transportwege für die Module so kurz wie möglich zu halten. vn/Paulitsch
Gut verteilte Produktionsstandorte sind für Geschäftsführer Christian Kaufmann eine Möglichkeit, die Transportwege für die Module so kurz wie möglich zu halten. vn/Paulitsch

Suche nach eigenem Produktionsstandort. Generationswechsel vollzogen.

Reuthe Bei der Kaufmann Bausysteme GmbH ist der Generationswechsel abgeschlossen. So hat sich Anton Kaufmann als 30-prozentiger Miteigentümer zurückgezogen. Diese Firmenanteile hat jetzt sein Sohn, der geschäftsführende Mehrheitseigentümer Christian Kaufmann, übernommen. Er hält dadurch nun 85 Prozent. Konkret erfolgte die Übernahme der Anteile durch die CK Holding GmbH in Bizau, die Christian Kaufmann gehört. Die restlichen 15 Prozent entfallen auf die Mayr-Melnhof-Gruppe.

Die aktuelle Geschäftsentwicklung bezeichnet Kaufmann als sehr zufriedenstellend. Das Unternehmen sei bis zum Sommer 2023 mit Aufträgen ausgelastet. Im Vorjahr wurde ein Umsatz von 75 Millionen Euro erzielt, das sind rund 17 Millionen Euro mehr als 2020. Für 2022 rechnet Christian Kaufmann mit einem Umsatzwachstum auf 85 Millionen Euro. Diese Prognose basiere auf bereits fix zugesagten Aufträgen. So habe man etwa in Deutschland den Auftrag zur Errichtung von 38 Schulen erhalten. Allein der Produktionsstandort Berlin habe für vier Jahre ein Auftragsvolumen von 200 Millionen Euro.

Kaufmann Bausysteme ist insbesondere im Bereich Holz-Modulbauweise tätig. Neben dem Stammsitz in Reuthe gibt es zwei Produktionsstandorte in Kalwang (Steiermark) und Berlin (D).

Zusammenarbeit mit Partnern

Kaufmann beschäftigt 56 Mitarbeiter, den Löwenanteil davon am Headquarter im Bregenzerwald. In der Modulproduktion arbeitet das Unternehmen mit vielen Subpartnern zusammen, beispielsweise mit Elektrikern, Installateuren und Malern sowie Bodenlegern.

Zu Jahresbeginn 2022 wurde der Produktionsstandort Berlin-Köpenick durch die Hinzunahme von zwei Hallen von 3200 auf 8500 Quadratmeter Produktionsfläche vergrößert. In Vorarlberg unterhält das Unternehmen derzeit noch keinen Produktions- und Fertigungsstandort. „Aus strategischer Sicht würde das für uns jedoch durchaus Sinn machen. Aber die Modulproduktion benötigt viel Platz. Wir konnten bislang noch keinen geeigneten Standort hierzulande finden, der preislich vertretbar oder von der Größe her geeignet ist“, erklärt Christian Kaufmann. Man sei für jede Variante von Baurecht bis hin zu Miete oder Kauf gesprächsbereit. Benötigt werde eine Produktionsfläche ab 3000 Quadratmeter aufwärts und eine Halle mit einer Kranhaken-Höhe von mindestens sieben Metern.

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