Entspannung – immer mehr offene Stellen im Land

Markt / 01.02.2022 • 13:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Entspannung - immer mehr offene Stellen im Land

Arbeitslosigkeit in Vorarlberg sinkt weiter und ist wieder unter Vorkrisenniveau.

Bregenz Ende Jänner 2022 waren 9820 Personen beim AMS Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Rückgang von 6186 Personen oder 38,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 350 weniger als vor einem Monat.

Mit 4920 offenen Stellen erhöhte sich das Stellenangebot im Vergleich zum Vorjahr (+2073 oder +72,8 Prozent) und gegenüber Jahresbeginn 2022 um 736. Vorarlberg hat jetzt wieder weniger arbeitssuchende Personen als vor der Krise: Im Vergleich zum Vorkrisennvieau (Jänner 2020) sind um 343 Personen oder 3,4 Prozent weniger ohne Arbeit als im Jänner 2020. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den vorgemerkten arbeitslosen Jugendlichen bis 25 Jahre gegenüber dem Jänner 2020. In dieser Personengruppe reduzierte sich die Anzahl an vorgemerkten Arbeitslosen um 223 Personen auf insgesamt 1194 (-15,7 Prozent), berichtet Arbeitsmarktservice-Geschäftsführer Bernhard Bereuter.

In allen Bereichen rückgängig

“Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr in allen Berufsbereichen deutlich zurückgegangen. Allein im Bereich der Hotel-, Gaststätten- und Küchenberufe sind es um 76 Prozent oder 2224 Personen weniger als noch vor einem Jahr”, unterstreicht Bereuter die guten Entwicklungen. Sorge bereitet ihm aber die nach wie vor hohe Anzahl an Langzeitbeschäftigungslosen. Sie liegt mit 2433 Personen um 48 Prozent über dem Niveau vor der Krise. Gleichzeitig ist der Bestand der gemeldeten offenen Stellen weiterhin auf Rekordniveau. “Diese Entwicklung, die hohe Anzahl an offenen Stellen und der hohe Anteil an Langzeitbeschäftigungslosen deuten auf strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt hin,” so der AMS-Chef. “Unser Ziel ist, dass wir die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsoffensive bis Jahresende wieder auf das Vorkrisenniveau senken”, verweist Bereuter auf das Jahresprogramm des AMS.  

Österreichweit waren 332.956 Menschen Ende Jänner als arbeitslos gemeldet, 71.987 nahmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil. Die Arbeitslosenquote betrug 8,1 Prozent, in Vorarlberg beträgt die Quote 5,3 Prozent, die drittniedrigste im Bundesländervergleich. Nur in Salzburg und Tirol ist sie noch niedriger.