Umsatz-Milliarde geknackt

Markt / 17.02.2022 • 19:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit mehr als einer Milliarde Umsatz reiht sich Loacker 2021 unter den größten Unternehmen in Vorarlberg ganz vorne ein. FA
Mit mehr als einer Milliarde Umsatz reiht sich Loacker 2021 unter den größten Unternehmen in Vorarlberg ganz vorne ein. FA

Loacker Recycling nutzt Chancen und baut Marktposition in Europa weiter aus.

Götzis Zum ersten Mal in der 140-jährigen Unternehmensgeschichte hat der Umsatz des Götzner Recycling- und Entsorgungsspezialisten Loacker Recycling im Geschäftsjahr 2021 die Eine-Milliarde-Euro-Grenze überschritten. Gleichzeitig wurden mehr als 40 Millionen Euro investiert, wie das Unternehmen bekannt gibt. An den Standorten im Land, im gesamten DACH-Raum, aber auch in Osteuropa konnte Loacker seine Marktposition stärken und setzt Impulse für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Insgesamt hat das Götzner Unternehmen 40 Betriebsstandorte in acht Ländern.

Marktposition gestärkt

Das Familienunternehmen konnte das positive Marktumfeld des Jahres 2021 optimal nutzen. Der Umsatz erreichte ein Rekordhoch von etwas mehr als einer Milliarde Euro. „Möglich ist dieses sehr gute Ergebnis nur durch den großen Einsatz unserer rund 1400 Mitarbeitenden“, so Christian Loacker, CEO von Loacker Recycling und ergänzt: „Uns ist bewusst, dass die vergangenen zwei Jahre für unsere Mitarbeitenden Corona-bedingt nicht einfach waren. Sie haben aber neuere Entwicklungen und unsere Bestrebungen etwa im Bereich der Digitalisierung immer sehr motiviert mitgetragen.“ Zum Umsatzrekord dürfte auch die Situation am internationalen Rohstoffmarkt beigetragen haben. Durch die Engpässe gewinnen recycelte Grundprodukte – ganz im Sinne der Klimaschutzmaßnahmen – zunehmend an Bedeutung. Auch die gesammelten Mengen an Wertstoffen sind deutlich gewachsen: Mit 1,7 Millionen Tonnen konnte Loacker hier insgesamt ein Plus von sieben Prozent verzeichnen – in Österreich und im Zukunftsmarkt Osteuropa waren es sogar zehn Prozent mehr.

Insbesondere in Osteuropa verbesserte Loacker seine Marktposition durch organisches Wachstum sowie wichtige, strategische Akquisitionen und Kooperationen klar. Eine dieser Kooperationen ist zum Beispiel ein Joint Venture in Polen, das sich mit der Aufbereitung von E-Auto-Batterien beschäftigt. „Wir entwickeln uns mehr und mehr hin zu einem der führenden, europäischen Umwelt- und Recyclingunternehmen für die Aufbereitung und Vermarktung der Wertstoffe Eisenschrott, Nichteisen-Metalle und sonstiger Wertstoffe wie Kunststoff, Glas oder Papier“, so Christian Loacker. Neben dem Kerngeschäft ist das Recyclingunternehmen in den Bereichen Dienstleistungen sowie erneuerbare Energien aktiv.

40 Millionen investiert

2021 investierte Loacker 40 Millionen Euro in seine unterschiedlichen Geschäftsfelder. Auch 2022 will Loacker Recycling den beschrittenen Weg weiter gehen – so sind für das laufende Geschäftsjahr Investitionen von über 50 Millionen Euro geplant. „Abfallvermeidung, richtige Entsorgung, Verbesserungen im Recycling etc. – also das gesamte Thema einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wird bei uns und in der EU immer wichtiger, was sich auch am EU-Kreislaufwirtschaftsgesetz zeigt“, erläutert Loacker und fügt hinzu: „Wir unterstützen unsere Kunden daher nicht nur in der Umsetzung verschiedener Umweltmaßnahmen, auch wir selbst setzen auf Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen.“ Beispiele dafür sind die wachsende Zahl von firmeneigenen Elektroautos, Lkw mit Gas-Antrieb oder der Ausbau von Photovoltaikanlangen an eigenen Standorten.

Loacker Recycling Fakten

Gründung 1876

hauptsitz Götzis

Geschäftsleitung Christian Loacker, Thomas Loacker, Mario Loacker, Dieter Schatz, Gerald Engler, Wolfgang Lederhoser

Mitarbeitende rund 1400

Umsatz 2021 über 1 Mrd. Euro

Investitionen 40 Millionen Euro 2021, 50 Millionen 2022

Firmen rund 30 Unternehmen mit über 40 Betriebsstätten in acht Ländern