Wie Fairness stahlhartes Geschäft beflügelt

Markt / 21.02.2022 • 03:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wie Fairness stahlhartes Geschäft beflügelt
Bernd Langebner leitet den Harder Edelstahlhändler Stadelmann seit dem ersten Jahr seines Bestehens.  VN/sca

Harder Edelstahlhändler Stadelmann feiert 25. Geburtstag mit Absatzrekord.

Hard Mit Jahresbeginn 1997 hat in Hard die Firma Stadelmann ihren Betrieb aufgenommen. Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf den Handel mit Edelstahl. Klingt nach wenig, ist aber viel: Rund 25.000 Artikel hat Stadelmann im Sortiment, zum großen Teil in Form von Blechen, Rohrverbindungen, Fittings und Stabstahl. Und die Kundschaft hat dem Unternehmen und Geschäftsführer Bernd Langebner zu diesem Jubiläum ein besonders Geschenk gemacht. „Im Jahr 2021 konnten wir einen Absatzrekord erzielen“, freut sich Langebner, der ebenfalls heuer 25 Jahre an der Spitze des Unternehmens steht. Das Ergebnis sei sehr besonders, sagt er im Gespräch mit den VN und verweist darauf, dass „wir das mit dem nötigen Respekt und Demut gegenüber jenen Branchen zur Kenntnis nehmen, die von Corona teilweise existenzgefährdend getroffen wurden.“

„Auf faire Preise geachtet“

Rund 600 Tonnen Edelstahl bzw. Halbfertigprodukte wurden 2021 an die Kunden, die vor allem in Vorarlberg zuhause sind – „wir liefern aber in ganz Österreich“ – ausgeliefert. Zu Engpässen kam es für diese nicht, denn Stadelmann hat Zugriff auf rund 8000 Tonnen Material, das den Kunden auch zeitnah zugestellt werden könne. Man habe natürlich darauf geachtet, dass nicht Neukunden Hamsterkäufe tätigen, sagt Langebner, wichtig sei es die oft langjährigen Stammkunden zu beliefern. „Wir haben auch seit Bestehen auf faire Preise geachtet“, so Langebner zur Firmenphilosophie, und auch jetzt sei Stadelmann bemüht, die Preisexplosion am Rohstoffmarkt so gut wie möglich abzufedern.

„Wir sind von Jahr zu Jahr kontinuierlich gewachsen. Doch das war kein Selbstläufer.“

Bernd Langebner, Geschäftsführer Stadelmann GmbH

Das Unternehmen sei seit seiner Gründung stetig gewachsen, dennoch wird mit einem kleinen Team gearbeitet. Derzeit sind es neun Mitarbeiter, die sich um die Kunden kümmern. „Wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, derzeit steht aber auch bei uns der Generationenwechsel an“, berichtet er. Was gar nicht so einfach ist, denn wie andere Firmen tut sich auch Stadelmann schwer, neues Personal zu finden. Zudem habe man durch die langjährigen Mitarbeiter enge Beziehung zu den Stahlkäufern in Gewerbe und Industrie aufgebaut, außerdem „verlieren wir durch die Pensionierungen internes Wissen und Know-how“.

Solides Wachstum seit 1997

Dass das Team so stabil ist, liege daran, dass das Unternehmen Teamarbeit nicht nur auf die Fahnen schreibe, sondern tatsächlich lebe. „Bei uns entscheiden die Mitarbeiter selbsständig, tragen Verantwortung und haben auch die Kompetenz dazu“, singt Langebner seinen acht Mitarbeit ein Loblied, das sich an den Unternehmenszahlen nachvollziehen lasse. Investiert wird bei der Harder Firma deshalb auch in die Büro- und Lagerinfrastrukrur und natürlich in die Digitalisierung. In der Coronazeit wurden gleich zu Beginn eigene Regeln aufgestellt, deshalb habe es auch im Betrieb keine Ansteckungen gegeben. „Wir haben auch nie Kurzarbeit beantragt, sondern waren durchgehend lieferfähig“, freut sich der Firmenchef, der auch in Zukunft auf kontinuierliches, aber solides Wachstum setzen und beim Portfolio weiterhin auf Edelstahl setzen. Dazu gehöre natürlich auch die ständige Anpassung an den Markt, so Langebner.