Energy-Versorgung

Markt / 22.02.2022 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Rauch-Sprecher Daniel Wüstner bestätigt Pläne. FA
Rauch-Sprecher Daniel Wüstner bestätigt Pläne. FA

Rauch und Red Bull planen zweites Werk in den USA.

Rankweil Concord Der Energydrink-Hersteller Red Bull und sein Rankweiler Abfüllpartner Rauch Fruchtsäfte möchten in den USA nach dem ersten Standort in Arizona ein weiteres Produktionswerk errichten. Entstehen soll das  riesige Projekt in der Stadt Concord in Cabarrus County im US-Bundesstaat North Carolina. Darüber berichteten mehrere US-Medien im Anschluss an eine Presseinformation von Roy Cooper, dem Gouverneur von North Carolina. Die „Salisbury Post“ schrieb in dem Zusammenhang von der größten wirtschaftlichen Investition in der Geschichte von Cabarrus County.

650 Millionen

Rauch und Red Bull planen in Concord die Errichtung eines Werkes zur Getränkeherstellung samt Abfüllung und Verteilung auf einer Fläche von rund 185.000 Quadratmeter (zwei Mill. square-feet). Der Löwenanteil der Nutzflächen entfällt auf Produktion, Distribution und Büros von Rauchs Abfülltätigkeiten für Nordamerika. Die anderen Flächen sollen für die regionale Verteilung der Getränke von Red Bull genutzt werden.

Das gesamte Investitionsvorhaben bis zur Fertigstellung wird in den Berichten mit rund 740 Millionen US-Dollar angegeben, was in etwa 650 Millionen Euro entspricht. Bis zum Jahr 2027 sollen auf dem dortigen Areal, so die Planung, mehr als 400 neue Jobs geschaffen werden. Davon entfallen rund 90 Jobs auf Red Bull und über 320 neue Arbeitsplätze auf Rauch Fruchtsäfte.

Der Gouverneur von North Carolina spricht in seiner Mitteilung von einem geplanten „State of the art“-Werk. Das neue Red Bull/Rauch-Werk soll pro Jahr im Schnitt 21 Millionen US-Dollar an Gehältern in die Region bringen.

Dosenhersteller Ball auch dabei

Wie schon in Nüziders und in Glendale (Arizona) wird auch Dosenhersteller Ball am geplanten neuen Standort von Red Bull und Rauch in North Carolina investieren. Ball werde an die 384 Millionen US-Dollar in die Hand nehmen, um auf diesem Areal ein neues Werk zu errichten, berichten US-Fachmedien. Dadurch sollen noch einmal etwa 220 Arbeitsplätze entstehen. Die Werke sind produktionstechnisch miteinander verbunden.

Grundstückskauf bestätigt

Geschäftsführer Daniel Wüstner, Sprecher von Rauch Fruchtsäfte, bestätigt, dass man in der US-Stadt Concord ein entsprechendes Grundstück gekauft und dort Pläne für ein Werk habe. Damit wolle man für zukünftige Expansionsschritte in den USA in den kommenden Jahren gerüstet sein. Bis wann die Umsetzung dieser Pläne zu erwarten sei, wollte Wüstner nicht sagen. Bislang sei jedenfalls noch kein Baustart erfolgt.

Red Bull wächst weiter

Unterdessen berichtet der Getränkehersteller Red Bull über ein starkes Unternehmenswachstum im Jahr 2021. So seien im Vorjahr weltweit 9,804 Milliarden Dosen Red Bull verkauft worden, was ein Plus von 24,3 Prozent gegenüber 2020 bedeute. Der Konzernumsatz sei um 23,9 Prozent auf 7,816 Milliarden Euro gestiegen. „Absatz, Umsatz, Produktivität und Betriebsgewinn konnten weiter gesteigert werden und stellen bisherige Bestmarken in der Firmengeschichte dar“, heißt es bei Red Bull. Den Fokus zukünftiger geografischer Expansion lege Red Bull auf die Kernmärkte Westeuropa und USA sowie auf die Zukunftsmärkte in den Entwicklungsländern. Die Wachstums- und Investitionspläne für 2022 seien „wieder sehr ambitioniert“.

Das geplante Werk wird - was die Bausumme anbetrifft - deutlich größer als das erste Abfüllwerk in Arizona.WCNC
Das geplante Werk wird – was die Bausumme anbetrifft – deutlich größer als das erste Abfüllwerk in Arizona.WCNC