Millionenstrafe für Abrechnerkartell

Markt / 24.02.2022 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Heizkostenablesefirmen haben Absprachen zu Ungunsten ihrer Kunden getroffen. Jetzt haben sie dafür eine ordentliche Geldstrafe ausgefasst. APA
Die Heizkostenablesefirmen haben Absprachen zu Ungunsten ihrer Kunden getroffen. Jetzt haben sie dafür eine ordentliche Geldstrafe ausgefasst. APA

Kartellrechtswidrige Absprachen unter Heiz- und Wasser-kontrollfirmen.

Wien, Dornbirn Die Bundeswettbewerbsbehörde BWB hat kartellrechtswidrige Verhaltensweisen von mehreren Unternehmen aus der sogenannten Submetering-Branche in Österreich aufgedeckt. Es bestehe der Verdacht, dass mehrere Unternehmen etwa Treffen eines Branchenverbandes dazu genutzt hätten, um sich über Marktparameter auszutauschen, so die BWB. Diese Absprachen betreffen nach Darstellung der BWB das gesamte Bundesgebiet und damit auch Vorarlberg im Zeitraum von Juli 2004 bis Februar 2019.

Unter Submetering versteht man die individuelle Erfassung und Abrechnung von Heiz- und Warmwasser- sowie Kaltwasserkosten in Gebäuden zur privaten und gewerblichen Nutzung. Wenige Tage nach den Hausdurchsuchungen habe das Submetering-Unternehmen ista Österreich GmbH, das eine Niederlassung in Dornbirn mit fünf Mitarbeitenden unterhält, einen Antrag auf die Kronzeugenregelung gestellt. Aufgrund der Zusammenarbeit habe man das Verfahren rasch abschließen können. Insgesamt habe die BWB beim Kartellgericht die Verhängung einer Geldbuße gegen diverse involvierte Firmen in Höhe von 2,2 Mill. Euro beantragt.