„Langfristig investiert bleiben“

Markt / 28.02.2022 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wertpapierexperte Jürgen Rupp, Raiffeisen Landesbank.rlb
Wertpapierexperte Jürgen Rupp, Raiffeisen Landesbank.rlb

Aktienmärkte durch Kriegsschock in Aufruhr. Ein langer Atem zahlt sich aus.

Bregenz Der russische Krieg gegen die Ukraine trifft auch die Börsen. Weltweit gingen nach der Invasion Aktien auf Talfahrt, viele Anleger setzten auf Anlagen, die als sichere Häfen gelten, wie Gold oder Anleihen. Ein Auf und Ab an den Börsen wird uns wahrscheinlich noch länger begleiten. Wie aber sind Kleinanleger von der derzeitigen Situation betroffen? Die VN haben dazu mit Jürgen Rupp, Wertpapierexperte der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg, gesprochen.

Was bedeutet der Ukraine-Krieg für Kleinanleger?

Derzeit besteht eine deutlich höhere Schwankungsbreite an den Aktienmärkten als üblich. Die Aktienmärkte haben sich in den letzten 15 Jahren ausgezeichnet entwickelt, daher reduzieren die aktuellen Kursrückgänge lediglich die bisher schon erzielten Kursgewinne.

Wie haben sich Krisen in den vergangenen Jahren generell auf die Aktienmärkte ausgewirkt?

Es ist nicht das erste Mal, dass die Aktienmärkte schwere politische Krisen und Kriege überstehen müssen. Aktienmärkte reagieren auf Krisenereignisse zuerst meist mit kurzen und heftigen Kursrückgängen. Jedoch kommt es danach relativ rasch zu einer Erholung.

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, in den Aktienmarkt einzusteigen?

Bei Aktien ist der Zeitpunkt des Investments nicht so entscheidend, wichtig ist es, in Aktien breit zu diversifizieren und auch langfristig investiert zu bleiben.

Wie kann man sich am besten gegen weitere Schwankungen wappnen?

Entscheidend ist eine breite Diversifizierung in verschiedene Anlageklassen. Dies dämpft die Schwankungen ab, man kommt so besser durch Krisen hinweg. VN-REH

Zuletzt gaben unter den Einzelwerten vor allem Aktien stark konjunkturabhängiger Unternehmen weiter nach sowie Banken- und Finanzaktien. reuters/b.McDermid
Zuletzt gaben unter den Einzelwerten vor allem Aktien stark konjunkturabhängiger Unternehmen weiter nach sowie Banken- und Finanzaktien. reuters/b.McDermid