Deripaska-Hotel kommen jetzt auch die Hauben abhanden

Markt / 03.04.2022 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Deripaska-Hotel kommen jetzt auch die Hauben abhanden
Das Aurelio in Lech, das von Oleg Deripaska finanziert und kürzlich innerhalb der Familie veräußert wurde, bekommt derzeit mehr internationale Aufmerksamkeit als ihm lieb ist. Es ist wegen der Oligarchensanktionen in die Schlagzeilen geraten.

Haubenköche verlassen Restaurant des umstrittenen Lecher-Luxushotels.

Lech Das wegen der Oligarchensanktionen aufgrund des Ukrainekrieges in die Schlagzeilen geratene Hotel Aurelio, das eher auf Diskretion bedacht ist, bekommt derzeit mehr internationale Aufmerksamkeit, als ihm lieb ist. Hotel-Manager Axel Pfefferkorn ist derzeit eher Krisenmanager als Hoteldirektor. Jetzt kommt eine neuerliche Herausforderung auf ihn zu.

Das Restaurant verliert Christian Rescher und Markus Niederwanger, die das Aurelio in jenem Bereich, der auch in der Öffentlichkeit glänzen durfte, dem Restaurant, seit 13 Jahren Sternenglanz und Haubenzauber verliehen. Die beiden Chefköche, heuer mit vier Hauben und 18 Punkten im Gault Millau und mit fünf Sternen (95 Punkten) vom Magazin A la carte, ausgezeichnet, verlassen nach dieser Saison das Haus, berichtet das Gastronomiefachmagazin Rolling Pin.

Jahrelange Zusammenarbeit 

Mit den aktuellen Ereignisssen habe das nichts zu tun, zitiert das Magazin das Chefkochduo. „Der Eigentümerwechsel und damit verbundene Medientrubel seien nicht der Grund für den Abschied der Spitzenköche. „Die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Rescher, Niederwanger und Hotelmanager Axel Pfefferkorn basiert auf einer jahrelangen freundschaftlichen Ebene, die bereits vor dem Aurelio ihren Ursprung fand.“

Wie dem auch sei, es ist sicher nicht der schlechteste Zeitpunkt, jetzt nach beruflichen Alternativen zu suchen. Denn offensichtlich verlassen die beiden Spitzenköche, die wesentlich zum Ruf Lechs als Gourmethotspot beigetragen haben, ohne fixe neue Engagements den Arlberg. Rescher ziehe es mit seiner Familie nach Salzburg, wo er neue kulinarische Herausforderungen suche. Niederwanger wolle erst die Saison in Lech beenden, dann stehe voraussichtlich ein Umzug nach Innsbruck an. „In der Salzburger Seenlandschaft wird sich schon was finden“, so Rescher gegenüber Rolling Pin.

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