1,027 Milliarden Euro für Fahrräder

Markt / 15.04.2022 • 18:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Fahrrad erlebte in der Coronapandemie einen regelrechten Boom. Auch Mareen aus Egg ist gerne mit ihrem Bike unterwegs. vn/Sams
Das Fahrrad erlebte in der Coronapandemie einen regelrechten Boom. Auch Mareen aus Egg ist gerne mit ihrem Bike unterwegs. vn/Sams

Fahrradboom in Österreich hält an. Durchschnittspreis: 2095 Euro.

Wien Erstmals wurde in Österreich mit Fahrrädern ein Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro erwirtschaftet. Laut Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ) wurden 2021 etwas mehr als 490.000 Fahrräder verkauft und 1,027 Mrd. Euro umgesetzt. Dabei handelt es sich um die Einkaufszahlen vom heimischen Sportartikel- und Fahrradfachhandel. Ein höherer Durchschnittspreis machte den leichten Rückgang bei der Stückzahl wett.

17 Prozent Plus

Der Umsatz stieg zum Vorjahr um knapp 17 Prozent. Verglichen mit 2015 wurde 2021 das Dreifache mit Rädern umgesetzt – das, obwohl die Zahl der verkauften Räder nach dem Rekordjahr 2020 (496.000 Stück) wieder etwas zurückgegangen ist. Dies führt der VSSÖ auf die weltweiten Lieferkettenprobleme zurück. Die Nachfrage überstieg auch 2021 wieder das Angebot. Der durchschnittliche Preis pro Rad lag 2021 bei 2095 Euro, und damit um 18,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Seit Jahren lasse sich ein Trend hin zu höherpreisigen Materialien und Produkten erkennen. Hauptverantwortlich für das Plus bei den Durchschnittspreisen sei aber der steigende E-Bike-Anteil. Auf die elektrischen Räder entfallen 73 Prozent der Umsätze und gut 45 Prozent der Verkaufszahlen. Zum Vergleich: 2020 lag der Anteil bei 41 Prozent, 2016 waren es lediglich 21,5 Prozent.

Sehr beliebt sind auch Cyclecross, Gravel-Bikes und Rennräder. Hier hat sich die Verkaufsmenge um fast 38 Prozent erhöht. Der Trend hin zu E-Lastenrädern hält auch weiter an. Nach 514 verkauften Stück im Jahr 2019 wurden im abgelaufenen Jahr 2230 E-Lastenräder verkauft.

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