Zurück an den Verhandlungstisch

Markt / 27.04.2022 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wolfgang Fritz von der PRO-GE war bei Vorarlberg LIVE zu Gast. 
Wolfgang Fritz von der PRO-GE war bei Vorarlberg LIVE zu Gast. 

Wolfgang Fritz über Kollektivvertragsverhandlungen und Inflation.

Schwarzach Die dritte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen in der Elektro- und Elektronikindustrie ist am Dienstag ohne Ergebnis geblieben. Gefordert werden von der Gewerkschaft 5,15 Prozent mehr Lohn. „Die Arbeitgeberseite hat 3,9 Prozent angeboten. Das ist zu wenig. Die Inflation beträgt derzeit 6,8 Prozent“, erklärte Wolfgang Fritz, Landesvorsitzender der Produktionsgwerkschaft PRO-GE am Mittwoch bei Vorarlberg LIVE. Die Unternehmen hätten teilweise massive Gewinne eingefahren, die Auftragslage sei gut, die Produktivität der Arbeitnehmer sei gestiegen und deshalb müsse was für die Beschäftigten rausschauen, so Fritz. Dem Landesvorsitzenden ist bewusst, dass die Unternehmen aufgrund der Teuerungen gefordert sind, „aber die Arbeitnehmer können sich durch die explodierenden Preise kaum mehr das tägliche Leben leisten“, machte er klar.

Die Ankündigung von Betriebsversammlungen sei nichts Außergewöhnliches. „Es ist eine Möglichkeit, um die Beschäftigten über den aktuellen Stand der Verhandlungen zu informieren“, so Fritz. Die Gewerkschaft hatte bekannt gegeben, dass ab 11. Mai Warnstreiks stattfinden, sollte bis 10. Mai kein Abschluss erzielt werden. „Wir hoffen auf eine Lösung am Verhandlungstisch, nicht im Streik“, zeigte sich Fritz zuversichtlich.