Wieder mehr Arbeitslose in Vorarlberg

Markt / 02.05.2022 • 19:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Saisonbedingter Anstieg. 9282 Personen beim AMS vorgemerkt.

Bregenz Ende April 2022 waren 9282 Personen beim Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS) arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Rückgang von 3813 Personen oder 29,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat (März 2022) erhöhte sich der Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen in Vorarlberg saisonbedingt allerdings um 891 Personen oder 10,6 Prozent.

Saisonbedingt heißt in diesem Fall das Ende der Wintersaison. Dementsprechend erhöhte sich im April der Bestand an vorgemerkten Personen mit einem Berufswunsch in der Gastronomie um 892 bzw. 125,1 Prozent. Von diesen 1605 Personen haben circa 70 Prozent eine Einstellzusage für die kommenden Wochen.

Tausende offene Stellen

Mögliche Jobs gibt es derzeit Tausende in praktisch allen Branchen in Vorarlberg. Mit 5344 offenen Stellen erhöhte sich das Stellenangebot im Vergleich zum Vorjahr um 2009 Stellen oder 60,2 Prozent. 479 offenen Lehrstellen stehen 170 Lehrstellensuchende gegenüber. Ende April waren 148 vertriebene Ukrainerinnen beim AMS vorgemerkt. Weitere 86 haben bereits einen Job gefunden.

Erfreulich für AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter ist der Rückgang bei den langzeitarbeitslosen Personen. „Die nach wie vor hohe Personalnachfrage der Unternehmen erhöht auch die Beschäftigungschancen von langzeitbeschäftigungslosen Menschen“, betont er. Aktuell sind in Vorarlberg noch 2017 Personen über ein Jahr auf Jobsuche. Im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht dies einem Rückgang von 20 Prozent. Allerdings seien die Herausforderungen nach wie vor groß. „Wir liegen immer noch um 25 Prozent über dem langjährigen Mittel von rund 1600 langzeitbeschäftigungslosen Personen“, erläutert Bereuter. „Unser Ziel ist, dass wir bis Jahresende mit unseren Beschäftigungs- und Qualifizierungsangeboten die Arbeitsmarktchancen für diese Personengruppe deutlich erhöhen und damit die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen auf das Vorkrisenniveau senken.“