Wo es Vorarlberg auf einen Stockerlplatz geschafft hat

Markt / 03.05.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Die Kooperation mit der Universität St. Gallen wurde abgesegnet durch Einrichtung eines HSG-Instituts Vorarlberg.   <span class="copyright">Alexander Müller</span></p>

Die Kooperation mit der Universität St. Gallen wurde abgesegnet durch Einrichtung eines HSG-Instituts Vorarlberg.   Alexander Müller

Eine Studie zeigt auf, wo es im Land Verbesserungen gab und wo noch welche folgen sollten.

Bregenz Vorarlberg schneidet bei einer aktuellen Wifo-Studie, die vom Land in Auftrag gegeben wurde, im Vergleich zu den anderen 49 europäischen Regionen sehr gut ab. Sie zeigt auf, wo die Stärken und das Potenzial im Land liegen, aber auch vor welchen zukünftigen Herausforderungen und Verbesserungen man steht, insbesondere bei der Ausbildung von Fachkräften, Forschung und Entwicklung.

Vorarlberg wurde in der Studie mit 49 Länderregionen europaweit, die ähnliche Standortbestimmungen und Spezialisierungen haben, verglichen. Dabei wurden Daten aus dem Zeitraum 2000 bis 2019 betrachtet. Diese Gruppe „hoch entwickelter industrieorientierter Regionen in Europa“ (HIRE 49) erstreckt sich über ein großes Gebiet: von Nordeuropa bis Oberitalien mit starker Konzentration auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei sticht hervor, dass das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Vorarlberg um mehr als ein Viertel über dem Durchschnitt der anderen Regionen liegt. Somit landet das Land im Ranking auf Platz drei hinter Stuttgart und Braunschweig. Über ein Zehntel dieses Vorsprungs sei einer höheren Produktivität geschuldet, erklärte Studienautor Peter Mayerhofer. „Das freut den Ökonomen, weil das der Kern der Wettbewerbsfähigkeit ist“, fügt er hinzu.

„Neben der Fachkräftesicherung ist die Innovationskraft ein ganz entscheidender Faktor für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Ein Ziel ist es daher, die Forschungsquote zu erhöhen“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Er verweist dabei auf die Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen, die in Dornbirn ein Institut mit zwei Professuren einrichtet. Außerdem zeigt Wallner auf, dass man die Stärken des Landes ausgestalten soll, indem man eine bessere Ausbildung von Fachkräften, Unterstützung von Familienunternehmen, des Produktionsstandorts und ndustrienahen Dienstleistungen anbiete. Dies betont auch Landesrat Marco Tittler: „Voraussetzung dafür, um die immer komplexer werdenden Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen zu erfüllen, ist die Innovationskraft der heimischen Unternehmen. Sie ist ein wesentlicher Faktor für langfristige Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung.“