1,3 Milliarden Euro an Neukrediten

Markt / 09.05.2022 • 20:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für die Vorarlberger Sparkassen war 2021 sehr erfolgreich. Zuwächse gab es bei allen relevanten Kennzahlen. vn
Für die Vorarlberger Sparkassen war 2021 sehr erfolgreich. Zuwächse gab es bei allen relevanten Kennzahlen. vn

Sparkassen-Bilanz: Zuwächse bei allen relevanten Kennzahlen.

Dornbirn Das vergangene Jahr endete für die Vorarlberger Sparkassen mit einer sehr erfreulichen Bilanz. In allen relevanten Geschäftsbereichen – Betriebsergebnis, Kundengelder, Kredite – wurden Zuwächse erzielt. Die Gründe liegen für Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, einerseits in der guten wirtschaftlichen Entwicklung und andererseits in der Tatsache, dass die vielfach erwartete Insolvenzwelle ausblieb. Dadurch blieben die Risikokosten niedrig. Am Ende stand ein Betriebsergebnis von 57,7 Millionen Euro (+11,6 %). Und: „Unsere Bilanzsumme überschritt erstmalig die 7-Milliarden-Grenze“, so Jäger.

Neue Kunden

Die verwalteten Kundengelder stiegen 2021 auf 7,2 Milliarden Euro
(+11,6 %). Dabei zählten die fünf Vorarlberger Sparkassen insgesamt 12.000 neue Kunden. Zudem verzeichnete man ein gestiegenes Interesse an nachhaltigen Geldanlagen. Aus diesem Grund habe man, so Jäger, die Wertpapierberater in dieser Thematik zusätzlich weitergebildet. Auch hausintern verfolgt man nachhaltige Ziele. So haben nun alle Vorarlberger Sparkassen mit dem Aufbau von Umweltmanagementsystemen begonnen und streben dafür die von der Landesregierung vergebene Ökoprofit-Zertifizierung an.

Angestiegen sind im vergangenen Jahr auch die Spareinlagen, konkret um 3,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Zählt man die Giroeinlagen hinzu, sind es 5,8 Milliarden Euro (+9%). Wachstum gab es auch bei den Krediten. So verzeichneten die heimischen Sparkassen ein Neukreditvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Davon flossen 627,8 Millionen Euro in 2904 neue Wohnfinanzierungsprojekte. Dabei zeige sich nun deutlich ein Trend zu längerfristigen Fixzinsvereinbarungen.

Viele Unsicherheiten

Für 2022 war man Anfang des Jahres noch optimistischer als aktuell. Sah man zunächst volle Auftragsbücher und gute Wachstumsprognosen, hat sich die Lage durch den Ukraine-Krieg geändert. „Die geopolitisch höchst angespannte Situation, das Leid der Menschen in der Ukraine, unterbrochene Lieferketten, die sichtbar gewordene Abhängigkeit vom Import russischer Energieträger sowie deutlich spürbare Verteuerungen in den wesentlichen Warengruppen dämpfen nun den Ausblick“, so Jäger. Denn die Konsequenzen des Krieges für Europa und die Weltwirtschaft seien noch nicht absehbar. Dennoch ist er zuversichtlich. Die Sparkassen hätten eine gute Kapitalausstattung und Liquiditätssituation sowie zusätzlich gefüllte Sicherheitstöpfe. Das ermögliche es, auch die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

Vorstandsriege: Martin Jäger, Wolfgang Eichler, Anton Steinberger, Gerhard Lutz, Hermann Bachmann, Harald Giesinger. rhomberg
Vorstandsriege: Martin Jäger, Wolfgang Eichler, Anton Steinberger, Gerhard Lutz, Hermann Bachmann, Harald Giesinger. rhomberg

Zahlen

Bilanzsumme 7,1 Mrd. Euro (+8,2%)

Betriebsergebnis 57,7 Mill. Euro (+11,6%)

Verwaltete Kundengelder
7,2 Mrd. Euro (+11,6%)

Primärmittel 5,8 Mrd. Euro (+9%)

Ausleihungen 5,6 Mrd. Euro (+9,5%)

Filialen 47, 19 SB-Standorte

Mitarbeiter 833 (+2), 15 Lehrlinge