Unternehmen im Vorderland testet Vier-Tage-Woche

Markt / 20.06.2022 • 04:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Klauser Unternehmen setzt auf ein neues Arbeitszeitmodell. <span class="copyright">vn</span>
Das Klauser Unternehmen setzt auf ein neues Arbeitszeitmodell. vn

Planung im Schichtbetrieb als Herausforderung.

Klaus Die Vier-Tage-Woche ist in Vorarlberg noch nicht weit verbreitet, aber es gibt einzelne Unternehmen, die ihren Mitarbeitern dieses Angebot machen. So haben die Firmen Huppenkothen, Die Koje oder Haberkorn dieses neue Arbeitszeitmodell bereits eingeführt.

Nun gibt es mit pratopac auch ein Unternehmen aus der Verpackungsindustrie. Im Klauser Betrieb wird seit Mai die Vier-Tage-Woche in Bereichen der Produktion getestet.

Planung herausfordernd

In der Verwaltung wäre das Modell einfacher umzusetzen, gibt Geschäftsführer Alexander Abbrederis zu. Denn die Planung in der Produktion mit Schichtmodell umzusetzen, sei nicht einfach. Allerdings wollte man den Beschäftigten in der Produktion ein „Zuckerl“ bieten. „Homeoffice, neue Bürostühle oder Computer kommen sonst immer nur Büromitarbeitern zugute“, sagt Abbrederis, der die Vier-Tage-Woche auch als Antwort auf den Mitarbeitermangel sieht.

Geschäftsführer Alexander Abbrederis in der neuen Lagerhalle.<strong> </strong><span class="copyright">Nina Bröll/ pratopac GmbH</span>
Geschäftsführer Alexander Abbrederis in der neuen Lagerhalle. Nina Bröll/ pratopac GmbH

20 Mitarbeiter von pratopac sind nun im neuen Modell. Bis Ende des Jahres läuft die Testphase. „Das erste Feedback der Mitarbeiter ist positiv. Sie möchten es so weiterführen“, betont der Geschäftsführer. Die nächste Feedbackschleife ist im Oktober. „Dann werden wir auch festlegen, ob wir es so beibehalten und Schichtmodelle etc. anpassen.“

Millioneninvestition

pratopac entstand 2014 aus dem Zusammenschluss von GIKO Rundverpackungen und GIKO Kartonagen. Produziert werden Rundverpackungen, Kartonagen sowie Folien und Taschen. Im vergangenen Jahr wurde am Standort eine Großinvestition abgeschlossen. In den Neubau – bestehend aus Produktion, Hochregal- und Materiallager – wurden zehn Millionen Euro investiert.

Das pratopac-Firmengelände in Klaus. Im Vordergrund die neuen Gebäude. <span class="copyright">Nina Bröll/ pratopac GmbH</span>
Das pratopac-Firmengelände in Klaus. Im Vordergrund die neuen Gebäude. Nina Bröll/ pratopac GmbH