Abflachende Konjunktur und deutlich mehr Inflation

Markt / 30.06.2022 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Die Wirtschaft Österreichs wird heuer etwas stärker zulegen als im März erwartet. Das liegt aber vor allem an guten Zahlen für das erste Quartal, im zweiten Halbjahr wird die Konjunktur erlahmen. Die Wachstumsaussichten für 2023 sind daher deutlich schlechter als noch vor drei Monaten, schreiben Wifo und IHS in ihrer Juni-Prognose. Die Inflation wird aber heuer wesentlich höher ausfallen als erwartet.

So erwarten Wifo und IHS für heuer 4,3 bzw. 3,8 Prozent BIP-Wachstum, im März waren noch 3,9/3,6 Prozent vorhergesagt. Das zweite Quartal schätzen die Institute unterschiedlich ein – das Wifo geht noch von Wachstum aus, das IHS von einer Stagnation.

Die Verbraucherpreise (VPI) dürften nun heuer laut Wifo um 7,8 Prozent steigen statt 5,8 Prozent und laut IHS um 7,4 Prozent statt 5,5 Prozent. Auch 2023 bleibt die Inflationsrate mit 5,3 Prozent (Wifo) bzw. 4,7 Prozent (IHS) um gut zwei Prozentpunkte höher erwartet. Das Unterstützungspaket der Regierung zur Abmilderung der Teuerung wird “den Preisauftrieb befördern”, heißt es beim Wifo.