Salzmann erwartet weitere Preissprünge

Markt / 30.06.2022 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Geschäftslage noch zufriedenstellend. Heuer werden 2,5 Millionen investiert.

Hohenems Salzmann Formblechtechnik erwartet für die nahe Zukunft weitere teils massive Preissprünge. Das erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Gerhard Salzmann. “Wir müssen gegenüber unseren Kunden Preiserhöhungen schon jetzt manchmal im mittleren zweistelligen Prozentbereich argumentieren. Und das ist sicher nicht das Ende.” Die Preisanpassungen hätten lange vor dem Ukraine-Krieg schon im Jahr 2021 begonnen, egal ob es um Stahl oder Pulverlacke gehe.

Zudem stehe man momentan im Energiebereich vor einer weiteren Herausforderung. Der Blechverarbeiter benötigt insbesondere Strom, aber auch Gas für die Produktion. “Wir sprechen hier von einer Verdreifachung bis Verfünffachung der Energiekosten in den kommenden Monaten”, sagt Salzmann.

Salzmann Formblechtechnik erzielte 2021 ein Geschäftsvolumen von 34 Millionen Euro. Für heuer geht man von einer Steigerung um etwa 30 Prozent auf über 40 Millionen Euro aus. “Der allergrößte Teil dieses Zuwachses entfällt auf enthaltene Preiserhöhungen und nur zum Teil auf organisches Wachstum.” Trotzdem gelinge es nicht, die erheblich gestiegenen Preiserhöhungen der Zukaufteile und Rohmaterialen in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben.

Die Geschäftsentwicklung per se bezeichnet der Firmeninhaber zumindest derzeit noch als “zufriedenstellend”. So produziere man für einen Kunden Wärmepumpengehäuse. Der Bedarf sei stark steigend. Auch wird am Stammsitz in Hohenems weiter investiert. So fließen heuer 2,5 Millionen Euro in den Maschinenpark.