Wieso eine Bank Vorarlbergs größter Touristiker ist

Markt / 30.06.2022 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Der Tourismus im Montafon hat große Möglichkeiten“, sagt BTV-Chef und Silvretta Montafon-Aufsichtsratschef Gerhard Burtscher. <span class="copyright">VN-sca</span>
„Der Tourismus im Montafon hat große Möglichkeiten“, sagt BTV-Chef und Silvretta Montafon-Aufsichtsratschef Gerhard Burtscher. VN-sca

BTV-Vorstandschef Gerhard Burtscher über Tourismus im Land und seine Perspektiven.

Schruns, Schwarzach Es gab Zeiten, da hatten Banken in Deutschland und Österreich ein größeres Industrie- und Firmenkonglomerat als jede Holding. Der Erfolg der Banker als Unternehmer war, um es freundlich auszudrücken, überschaubar. Die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) ist ebenfalls unternehmerisch tätig. “Mit einem einzigen Unternehmen”, streicht der Vorstandsvorsitzende der BTV, Gerhard Burtscher, heraus: “„Es schadet nicht, wenn eine Bank mit einer Firma unternehmerisch tätig ist.” Man verstehe dann besser, was die Kunden bewegt.

„Es schadet nicht, wenn eine Bank auch mit einer Firma unternehmerisch tätig ist.“

Gerhard Burtscher, Vorstandsvorsitzender BTV

Die Bank hat sich auf die Sivretta Montafon konzentriert und konnte nach einem frostigen Empfang in der Talschaft inzwischen zeigen, dass ihr Engagement nachhaltig ist. 250 Millionen Euro wurden seit der Übernahme der Silvretta Nova vor 15 Jahren investiert, alleine in der Zeit seit dem ersten Lockdown im März 2020 hat das Unternehmen 70 Millionen Euro in der Talschaft investiert und damit weitere Investitionen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region generiert. “Unsere Erfahrungen geben wir  an unsere Kunden in der Branche weiter”, so Burtscher. Ein eigenes BTV-Tourismusteam in Innsbruck betreut die Branche im gesamten Wirkungsbereich der Bank, die 44 Seilbahngesellschaften und über 600 Hotels betreut.

Burtscher sieht für den Tourismus in Vorarlberg und speziell im Montfon große Chancen sowohl im Winter wie im Sommer, dafür müsse man aber auch das richtige Angebot schaffen. “Ich bin überzeugt, dass, wenn wir den Gästen einen Gepäckservice anbieten können, viele mit dem Zug anreisen.” Authentisch müsse die Region sein, nachhaltig mit Landschaft und Ressourcen umgehen, darauf achten die Menschen heute mehr denn je.” So testet Silvretta Montafon derzeit mit Pistenbullyhersteller Kässbohrer emissionsfreie Raupen, auch beziehe man Strom aus Photovoltaik und Wasserkraft. Den Weg in die Zukunft begleitet auch die Organisation Vitalpin, die Grundlagarbeit für Tourismus in den Alpen leistet, Burtscher ist im Vorstand der Organisation.