Selbst in Wien kauft man günstiger als bei uns

Markt / 12.10.2022 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wohnungspreise in Österreich sind nur leicht gestiegen, in Vorarlberg zurückgegangen. Nur im exklusiven Bereich (z.B. Wien 1. Bezirk) floriert der Markt.APA/HF
Die Wohnungspreise in Österreich sind nur leicht gestiegen, in Vorarlberg zurückgegangen. Nur im exklusiven Bereich (z.B. Wien 1. Bezirk) floriert der Markt.APA/HF

Durchschnittlicher Wohnungspreis in Vorarlberg am höchsten.

Schwarzach, Wien Der Remax-Immospiegel hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Immobilienmarkt-Auswertungen. Für den Spiegel greift das Unternehmen nicht auf die eigenen Transaktionen zurück, sondern er umfasst Jahr für Jahr wirklich alle Kauftransaktionen, die im amtlichen Grundbuch verbüchert sind. Vom 1. Jänner bis zum 30.Juni 2022 wurden in Österreich 26.262 Wohnungstransaktionen verbüchert, das ist nur noch ein leichtes Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal wird das Plus sehr wahrscheinlich zum Minus, denn Inflation, Teuerung und die neuen Kreditvorschriften setzen dem Boom ein Ende. Bezahlt wurde in Österreich im Durchschnitt 257.943 Euro für eine Eigentumswohnung.

Nachfrage rückläufig

In Vorarlberg ist der Markt schon rückläufig Im ersten Halbjahr wurden 1487 Wohnungen verkauft, um 7,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.  Das wird wohl auch am Durchschnittspreis liegen, der mit 353.409 Euro fast 100.000 Euro höher liegt, als der österreichische Durchschnittspreis für eine Wohnung. Selbst in der Bundeshauptstadt kommt man – wenn man nicht gerade im ersten Bezirk oder in einer Gunstlage wohnt, günstiger weg. Im Durchschnitt zahlte man in Wien 317.984 Euro für die eigene Wohnung. Am günstigsten kauft man übrigens im Burgenland. Im östlichsten Bundesland Österreichs bezahlte man im ersten Halbjahr 138.726 Euro im Durchschnitt für die Wohnung im Eigentum. Allerdings haben die Burgenländer mit 16,7 Prozent plus die zweithöchste Preissteigerung im Jahresvergleich nach Wien (16,9 Prozent) zu verkraften.

Im teuersten Viertel

Ein Viertel aller Wohnungen in ganz Österreich kostete im ersten Halbjahr 2022 unter 157.000 Euro, das teuerste Viertel allerdings mindestens 345.000 Euro. Die Analyse des Immospiegels, die auf Basis der Kaufvertragssammlung der Immobilienexperten von IMMOunited fußt, die die Daten aus dem Grundbuch als Vollerhebung ausgelesen haben, ergibt für das erste Halbjahr 2022 einen Transaktionswert von 7,55 Mrd. Euro, um 786 Millionen Euro mehr als im Jahr 2021. Das entspricht einer Steigerung von 11,6 Prozent. VN-sca

Eigentumswohnungen

1487 Wohnungen wurden im ersten Halbjahr 2022 in Vorarlberg verbüchert, minus 7,6 Prozent.

 

12,4 Prozent sind im Bezirk Feldkirch die Preise für Wohnungen gestiegen – mehr als in den anderen Bezirken

 

9,6 Prozent beträgt die Preissteigerung für Wohnungen in Österreich, im Land betrug das Plus 7,5 Prozent.

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