voest wird emissionsfrei

Markt / 23.10.2022 • 17:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dazu soll rund eine Milliarde Euro investiert werden.

Linz Die voestalpine-Stahlproduktion soll stufenweise emissionsfreier werden. Geplant ist, dass Anfang 2027 in Linz und in Donawitz je ein Elektrolichtbogenofen in Betrieb geht. Kostenpunkt: Eine Milliarde Euro. Was noch fehlt, sind das finale Okay des Aufsichtsrats – es soll 2023 kommen – und die Stromversorgung. Die UVP für die 220-kV-Leitung, die diese sicherstellen soll, läuft.

Grünes Licht wird laut Land OÖ demnächst erwartet. Läuft alles glatt, beginnt 2024 der Bau der Öfen. Diese Umstellung würde die CO2-Emission nach Unternehmensangaben an den beiden Standorten um rund 30 Prozent senken. Man schaffe dadurch eine Einsparung von drei bis vier Mill. Tonnen CO2 pro Jahr, was fast fünf Prozent der gesamten CO2-Emissionen Österreichs entspreche (2020 emittierte Österreich laut aktuellem Klimaschutzbericht 73.600 Kilotonnen CO2-Äquivalente).

Die Produktion von CO2-reduziertem Stahl basiert bei der voestalpine zunächst auf Schrott, flüssigem Roheisen und Eisenschwamm. Den Eisenschwamm will man aus der Direktreduktionsanlage in Texas beziehen. Den Großteil ihrer Anteile an dem Werk hat die voestalpine zwar mittlerweile an den europäischen Stahlriesen ArcelorMittal verkauft und hält nur mehr 20 Prozent, sie hat sich aber die für die Dekarbonisierung nötige Menge an HBI gesichert: jährlich 420.000 Tonnen.

Grüner Wasserstoff

Um die bis 2050 nötige Klimaneutralität zu erreichen, forscht das Unternehmen auch an Technologien auf Basis von grünem Wasserstoff. So steht am Werksgelände Linz eine Pilotanlage, die bereits grünen Wasserstoff erzeugt. 

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