Bei Hauspreisen Entspannung in Sicht

Markt / 02.11.2022 • 19:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
158 Einfamilienhäuser wurden im ersten Halbjahr für 113 Millionen Euro verkauft. vn/Steurer
158 Einfamilienhäuser wurden im ersten Halbjahr für 113 Millionen Euro verkauft. vn/Steurer

Grundbuch: Im Halbjahr wurden in Vorarlberg nur mehr 158 Häuser verkauft.

Schwarzach Im ersten Halbjahr 2022 ist der Einfamilienhausmarkt in Österreich auf das niedrigste Niveau seit 2014 geschrumpft. Mit 4633 Verkäufen fehlten auf das Vorjahr 130 Einheiten (-2,7 Prozent), auf das Spitzenjahr 2018 sogar 1286 Häuser (-21,7 Prozent). Das zeigt der aktuelle Remax-Immobilienspiegel, der auf Daten des Grundbuchs basiert.

Nicht für alle

Insgesamt sei der Traum vom Eigenheim realisierbar, aber nicht überall und nicht für alle. „Die Nachfrage hat sich mit Beginn der Pandemie nochmals verstärkt, der Trend zu Homeoffice und Wohnen im Grünen war besonders stark ausgeprägt. Gleichzeitig wurde das Angebot immer weniger und die Preise sind stark gestiegen”, sagt Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer.

Mittlerweile sehe man am Markt eine Situation, die in den Statistiken noch nicht angekommen sei. “Aufgrund von stark steigenden Lebenshaltungskosten, der Inflation, den steigenden Zinsen und den Verschärfungen bei der Kreditbeschaffung, ist die Anzahl der Einfamilienhausinteressenten, die sich einen Kauf auch leisten können, deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig steigt seit drei Monaten das Angebot. Das wird dazu führen, dass es zu einer merklichen Entspannung bei den Einfamilienhauspreisen kommen wird“, ist Reikersdorfer überzeugt. Denn die Verbücherungszahlen des ersten Halbjahres würden vor allem auf Kaufverträgen von November bis Mai basieren, also einer Zeit mit anderen weltpolitischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und Aussichten als derzeit.

Auch in Vorarlberg fiel der Einfamilienhausmarkt im Halbjahr weiter zurück. 158 Häuser und damit um 17 weniger als im Vorjahr wechselten den Besitzer. Das ist der zweitschwächste Wert seit 2009. Der Gesamtverkaufswert blieb davon allerdings unberührt. 113 Millionen Euro sind um 5,1 Prozent mehr als 2021. Das ergibt einen Durchschnittspreis von 715.189 Euro.

Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer sieht eine Entspannung.
Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer sieht eine Entspannung.

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