Welche Kurse weiter hohe Wellen schlagen

Markt / 03.11.2022 • 21:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Markus Kegele hat die Kurse in seinem Hotel in Stuben durchgeführt - jetzt steht der Sprecher des Vorarlberger Tourismus in der Kritik. <span class="copyright">VN/JU<span class="marker"></span></span></p>

Markus Kegele hat die Kurse in seinem Hotel in Stuben durchgeführt - jetzt steht der Sprecher des Vorarlberger Tourismus in der Kritik. VN/JU

Wurden Ukrainerinnen als Putzkräfte eingesetzt statt ausgebildet?

Stuben, Feldkirch Eine Sachverhaltsdarstellung und ein Bericht in der Tageszeitung „Der Standard“ lassen die Wogen hochgehen.

WIFI-Kurse für Ukrainerinnen

Wie berichtet wurden im Frühjahr WIFI-Kurse für Ukrainerinnen, die im Tourismus arbeiten wollen, abgehalten. Dabei sollen Kursteilnehmerinnen im Hotel Mondschein in Stuben, das für den Kurs auch als Internat diente, als Putzkräfte ausgebeutet worden sein. Der Hotelier und Initator der Ausbildung, WKV-Tourimussprecher Markus Kegele, weist alle Vorwürfe von sich, während die grüne Tourismussprecherin Nadine Kasper „entsetzt ist über im Raum stehende Ausnutzung ukrainischer Flüchtlinge“, AK-Vizepräsidentin und SPÖ-Mandatarin Manuela Auer eine Landtagsanfrage an Landesrat Gantner schickte und ÖGB-Chef Reinhard Stemmer „schockiert ist angesichts der Vorwürfe und eine sofortige Einstellung des Projekts fordert. 

Was bereits passiert ist, wie AMS-Chef Bernhard Bereuter berichtet. Er berichtet auch davon, dass mit einer Anstellungsquote von 77 Prozent das Projekt sehr erfolgreich war und das WIFI ein seriöser Bildungsanbieter sei. Bis zur Klärung der Vorwürfe werden die Frauen in einem AMS-Projekt in Tirol geschult. WIFI-Geschäftsführer Thomas Wachter weist die Vorwürfe von sich und verweist darauf, dass es Stundenpläne, Dolmetscher und einen ständig anwesenden Kursleiter gegeben habe. Ich bin für eine Aufklärung der Vorwürfe, wehre mich aber gegen Vorverurteilungen“, so Wachter. „Ich halte es nach wie vor für ein gutes Projekt“. Er spricht von über 80 Prozent der Teilnehmerinnen, die einen Arbeitsplatz gefunden haben.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.