“Arbeitskräfteknappheit ist positiv”

Markt / 07.11.2022 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Markus Marterbauer will Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht.VN
Markus Marterbauer will Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht.VN

Arbeiterkammer-Ökonom will Reiche zur Kasse bitten.

Feldkirch, Wien Der Ökonom Markus Marterbauer leitet seit 2011 die Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien. Der studierte Volkswirtschafter, von 1988 bis 1994 Assistent am Institut für Volkswirtschaft der WU Wien und bis 2011 als Verantwortlicher für Konjunkturprognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am WIFO, hat zusammen mit dem Psychotherapeuten Martin Schürz, der seit mehr als zwei Jahrzehnten zur Vermögensverteilung in Europa forscht, mit „Angst und Angstmacherei – Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht“, ein Werk vorgelegt, das er am Montagabend in der Arbeiterkammer Feldkirch vorstellte. Zuvor erklärte er bei Marc Springer in Vorarlberg LIVE seine bzw. die Sicht der Arbeiterkammer auf die aktuelle wirtschaftspolitische Situation. „Die Arbeitskräfteknappheit ist eine positive Entwicklung“, betont er mit Blick auf den Wandel am Arbeitsmarkt. Denn heute seien es die Arbeitnehmer, „die nicht den nächstbesten, sondern den besten Job wählen können“.

Marterbauer plädiert außerdem für Obergrenzen beim Reichtum, „Es geht dabei um die Vermögenswelt“, erklärt er. Der Sozialstaat sei bislang nur von arbeitenden Menschen finanziert worden. „Warum soll man nicht auf Vermögen zugreifen?“, fragt er.

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