Dieses Lustenauer Traditionsunternehmen verschwindet

Markt / 12.11.2022 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Gebäude der BuLu wird künftig vermietet,eher nicht an eine Druckerei.  <span class="copyright">FA</span>
Das Gebäude der BuLu wird künftig vermietet,eher nicht an eine Druckerei.  FA

Buchdruckerei Lustenau und Vorarlberger Verlagsanstalt fusionieren, Standort Lustenau wird aufgegeben.

Lustenau, Dornbirn Um Synergien und das gemeinsame Know-how besser nutzen zu können, werden die Buchdruckerei Lustenau (BuLu) und die Vorarlberger Verlagsanstalt (VVA) ab 1. Jänner 2023 ihre Kräfte bündeln. „Es entsteht eine der modernsten und schlagkräftigsten Druckereien im Bodenseeraum, auch österreichweit betrachtet. Dies bringt unseren Kunden aufgrund der erweiterten Möglichkeiten erhebliche Vorteile und sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze im Land“, erklären unisono Karl-Heinz Milz, Geschäftsführender Gesellschafter der VVA, sowie Eduard Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender der VBG Holding AG und der operativen Tochterunternehmung Buchdruckerei Lustenau GmbH. Der Geschäftsbetrieb der BuLu in Lustenau wird dann Zug um Zug samt Belegschaft und einem Großteil des Maschinenparks an den Standort der VVA nach Dornbirn übersiedeln. „Die Zusammenlegung beider Unternehmen bringt unseren Kunden großen Nutzen: Indem wir unser Know-how bündeln, entstehen Synergien. Durch diese können wir ihnen einen noch höheren Standard bieten“, erklärt Karl-Heinz Milz. Christine Schwarz-Fuchs, Noch-Geschäftsführerin der Buchdruckerei Lustenau und Bundesrätin auf einem ÖVP-Ticket, ist noch bis Jahresende in dieser Funktion und wird den Umstrukturierungsprozess noch eine Weile begleiten und anschließend auf eigenen Wunsch ausscheiden. Sie bleibt aber als Aktionärin der VBG Holding AG am neuen Unternehmen beteiligt.

BuLu und VVA werden zu VVA

Die Firma wird den Namen Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH (VVA) übernehmen, ihr Geschäftsführer wird Karl-Heinz Milz. Das an Mitarbeitern und Umsatz kleinere Unternehmen übernimmt also das größere (siehe Factbox). Die VBG Holding AG wird an der künftigen VVA 35 Prozent halten, die Holdinggesellschaft der VVA, mehrheitlich im Besitz der Familie Milz, 65 Prozent. Die neu gegründete VVA tritt in die zum 1. 1. 2023 bestehenden Arbeitsverhältnisse mit allen Rechten und Pflichten ein, auch die Marke BuLu bleibt bestehen. Das Betriebsgebäude der BuLu im Lustenauer Millennium Park bleibt im Eigentum der VBG-Holding, es soll zumindest vorläufig vermietet werden.

Eigentümerinnen 35 % VBG Holding AG, 65 % VVA Holding

Hauptstandort Dornbirn

Geschäftsführer Karl-Heinz Milz

Umsatz 2021 BuLu: 11,4 Mio. Euro, VVA: 11,0 Mio. Euro

Mitarbeitende 2022 BuLu: 86, VVA: 78

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