Was ein Erfolgsfaktor für den Standort Vorarlberg ist

Markt / 21.11.2022 • 21:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So geht das: Lehrling Elena Schallner zeigt Minister Kocher und LH Wallner, welche Fähigkeiten sie gerade lernt.  <span class="copyright">VLK/D.Fink</span>
So geht das: Lehrling Elena Schallner zeigt Minister Kocher und LH Wallner, welche Fähigkeiten sie gerade lernt.  VLK/D.Fink

Wirtschaftsminister Kocher zum Arbeitsmarkt: Lehre weiter fördern.

Bregenz Elena Schallner kennt sich aus. Sie ist Lehrling im illwerke vkw Energie Campus Bregenz, 1. Lehrjahr. Wirtschaftsminister Martin Kocher und Landeshauptmann Markus Wallner aber gab die motivierte Auszubildende umfassend Auskunft in elektrotechnischen Fragen, die Herren waren beeindruckt. Schallner ist begeisterer Lehrling und genau das, was sowohl der Vorarlberger Energiekonzern, der derzeit knapp über 90 Lehrlinge ausbildet, als auch die Politik sich wünschen – Mädchen in einem technischen Beruf.

270 Millionen Euro Förderung

Bei seiner Kurzvisite in Vorarlberg war die Lehre wichtigster Tagesordnungspunkt. Kein Wunder, ist doch auch für den studierten Ökonomen das westlichste Bundesland Österreichs  das Role Model in Sachen dualer Ausbildung. Dass illwerke vkw gerade die modernste Lehrwerkstätte Österreichs, wenn nicht Europas, eröffnet hat, passt in seine Imagetour für die Lehre, die nicht nur aus guten Worten besteht, sondern auch aus einem 220-Millionen-Euro-Unterstützungspaket, „das sowohl Lehrlingen wie Unternehmen zugute kommt“, wie er im Gespräch mit den VN betont. Und er betont, dass im nächsten Jahr sogar 270 Millionen Euro für die jungen Fachkräfte als auch für die Ausbildungsbetriebe bereitstehen. Außerdem unterstütze der Staat Internatskosten für Lehrlinge und Kosten der Lehrinfrastruktur.

Minister Kocher zeigte sich beim Besuch im Energie Campus in Bregenz beeindruckt.  <span class="copyright">VLK/D.Fink</span>
Minister Kocher zeigte sich beim Besuch im Energie Campus in Bregenz beeindruckt.  VLK/D.Fink

Beim Besuch der Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung wurden die Energieversorgungslage und die Situation der Betriebe, die unter den Kosten ächzen, ebenso besprochen wie der ausgetrocknete Arbeitsmarkt, der die Firmen lange begleiten wird, und die Inflation, um nur einige der aktuellen Problemfelder zu benennen, mit welchen die Wirtschaft und damit die Gesellschaft derzeit beschäftigt sind. Zum Arbeitsmarkt: Gegenüber den VN versprach der Minister, dass die derzeit laufende Diskussion um die Möglichkeiten, ältere Personen bzw. Pensionisten zu für sie und die Unternehmen attraktiven Bedingungen zu beschäftigen, auch in der Regierung geführt wird. „Es muss eine Lösung sein, die auch für die derzeitigen Beitragszahler gerecht ist“ und volkswirtschaftlich wirke.

Auch die bislang unbesetzte Führung der Bundeswettbewerbsbehörde war ein Thema, doch „die Behörde ist uneingeschränkt arbeitsfähig, das ist gerade jetzt wichtig“, so Kocher, denn diese Behörde ist es auch, die Preisabsprachen oder ungerechtfertigte Preiserhöhungen untersucht.

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