Photovoltaik im Rheintal stößt an Wettergrenzen

Markt / 22.11.2022 • 19:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch wenn‘s neblig wird: PV-Anlagen rechnen sich. EKM
Auch wenn‘s neblig wird: PV-Anlagen rechnen sich. EKM

PV-Anlagen von Selbstversorgung „Lichtjahre“ entfernt.

Bregenz Die ins Land ziehenden Wintermonate zeigen der Stromerzeugung durch Photovoltaik jedenfalls im Rheintal eindeutig ihre natürlichen Grenzen auf. Erkennbar werden die jahreszeitlich massiv ausgeprägten Unterschiede unter anderem durch einen Vergleich der Leistungskennzahlen von zwei großen Photovoltaik-Anlagen im Rheintal. Die Messwerte von der bei der Zulassung größten PV-Anlage im Land, jener auf dem Dach des Messeparks Dornbirn, zeigen das. Die anderen Messwerte kommen von der PV-Anlage von Salzmann Formblechtechnik, Hohenems.

Die seit August 2019 laufende PV-Anlage auf dem Dach des Messeparks hat eine elektrische Spitzenleistung von 1382 Kilowattpeak (kWp). Beim Messepark ist Klaus Brunold für die PV-Anlage zuständig. Er erklärt, dass heuer die ertragreichste Zeit Anfang Juli gewesen sei. “Am 2. Juli kamen wir auf eine Tageshöchstleistung von 7,8 Megawattstunden.” Ein anderes Bild gab es am 13. November 2022, als eine dicke Nebelschicht das Rheintal bedeckte. Hier sank die Tagesleistung auf gerade einmal 80 Kilowattstunden (kWh), das entspricht gut einem Prozent der Leistung vom 2. Juli.

Jahreszeitlichen Schwankungen beim Energiebedarf hat Salzmann Formblechtechnik nicht. Die seit Ende März 2022 in Betrieb befindliche PV-Anlage hat eine elektrische Spitzenleistung von 950 kWp. Betrieben wird die Anlage im Rahmen eines Contracting-Modells von DOMA vkw, den Strom erhält Salzmann. Nach Angaben von Salzmann-Geschäftsleitungsmitglied Dirk Czerwinski könne Salzmann über das Jahr gerechnet rund 30 Prozent des Stroms selbst erzeugen. “Die fehlenden 70 Prozent müssen konstant und ohne Unterbrechung von woanders herkommen.” Der Eigenertrag an Strom spare jedoch bares Geld. Angesichts der ab 2023 voraussichtlich geltenden Strompreise rechne sich die Anlage bei Salzmann in deutlich weniger als fünf Jahren, so Czerwinski. 

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