Wie die Aussichten auf einen Job sind

Markt / 01.12.2022 • 17:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Beim AMS wird man umfassend und kompetent zu Qualifizierungsmaßnahmen und zum Karrierepfad beraten.  <span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span>AMS</p>

Beim AMS wird man umfassend und kompetent zu Qualifizierungsmaßnahmen und zum Karrierepfad beraten.   AMS

Der Vorarlberger Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung.

Bregenz “Der Vorarlberger Arbeitsmarkt zeigt sich auch im November unbeeindruckt von der konjunkturellen Abkühlung”, analysiert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter die aktuellen Entwicklungen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt mit 9725 Personen deutlich unter dem Vorkrisenniveau von Ende November 2019, was einem Rückgang von 666 Personen oder 6,4 Prozent entspricht.

Einstellungszusagen

Erfreulich ist auch, dass aktuell 2426 Personen eine Einstellzusage haben. Dies entspricht 24,9 Prozent aller vorgemerkten Arbeitslosen. 73,1 Prozent oder 1404 Personen mit einem Berufswunsch im Gastgewerbe und der Hotellerie hatten eine Einstellzusage bereits für die kommenden Wochen. Erfolgreich verläuft die Integration von ukrainischen Kriegsvertriebenen. Ende November waren 309 Ukrainerinnen und Ukrainer beim AMS vorgemerkt, 698 haben bisher eine Anstellung im Land gefunden.

“Viele Unternehmen suchen nach wie vor dringend nach Arbeitskräften. Mit über .800 beim AMS gemeldeten Stellen sind die Jobaussichten für alle Suchenden ausgezeichnet”, stellt der AMS-Geschäftsführer fest. “Neben unseren intensiven Vermittlungsaktivitäten legen wir den Fokus weiterhin auf die Verhinderung der Verfestigung der Arbeitslosigkeit mit dem Ziel der weiteren Senkung der Anzahl der langzeitbeschäftigungslosen Personen”, informiert er. Seit Jahresbeginn konnte die Anzahl der betroffenen Personen durch gezielte Förder- und Unterstützungsangebote von 2543 auf 1557 gesenkt werden.

Genug Lehrstellen

Auch wer eine Ausbildung beginnen möchte, hat die Auswahl: 274 offenen Lehrstellen standen im November 205 Lehrstellensuchende gegenüber. Die Qualifizierung bleibt ein Thema, denn wenn sich aufgrund der Konjunktur die Suche nach Arbeitskräften etwas normalisiert, wird Fachkräften der Vorzug gegeben. 45,7 Prozent oder 4441 der arbeitlos gemeldeten Menschen können als höchste abgeschlossene Ausbildung einen Pflichtschulabschluss vorweisen. Für sie bietet das Arbeitsmarktservice gezielte Qualifizierungsmaßnahmen an, wie Bereuter und seine Mitarbeiter nicht müde werden, immer wieder zu anzubieten, mit Erfolg, denn derzeit befinden sich 2391 Personen (sieben mehr als im vergangenen Jahr) in Schulungen.

Die Arbeitslosenquote in Vorarlberg lag mit 5,4 Prozent deutlich unter dem österreichweiten Schnitt, allerdings auch deutlich über der niedrigsten Quote, die Oberösterreich mit 3,6 Prozent hat. Die höchste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich verzeichnet weiterhin Wien mit 9,9 Prozent. Den höchsten Zuwachs an freien Stellen gibt es in Vorarlberg bei Handels- und Büroberufen (150 bzw. 149 offene Jobs).

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