Zumtobel setzt auf Erneuerung

Markt / 07.12.2022 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zweites Quartal gut gelaufen, vorsichtiger Optimismus.

Dornbirn Der Leuchtenhersteller Zumtobel hat für das zweite Quartal und das gesamte erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 gute Zahlen verbucht und blickt auch auf den weiteren Geschäftsverlauf „vorsichtig optimistisch“. Der Neubau entwickle sich zwar nur sehr gedämpft, aber dafür motivieren hohe Strompreise und EU-Gesetze zum nachhaltigen Wirtschaften die Firmen, mehr in die Erneuerung ihrer Beleuchtung zu investieren.

Ab September 2023 ist der Verkauf von Leuchtstoffröhren in der EU verboten. „Ich glaube schon, dass es bei Kunden ein Umdenken gibt, anstatt sich eine Leuchtstoffröhre auf Lager zu legen, über eine CO2-arme Lichtlösung nachzudenken“, sagt Zumtobel-Chef Alfred Felder. „In dem Fahrwasser werden wir fahren und ich hoffe sehr, dass wir zumindest einen großen Teil des wegbrechenden Neubaugeschäftes kompensieren können.“ Immerhin könne der Ersatz einer alten Anlage durch moderne LED 70 Prozent der Stromkosten ersparen. Helfen wird auch der wieder erstarkende Euro, dessen Talfahrt aufgrund der in Dollar abgerechneten Vorprodukte die Firma teuer zu stehen kam. Jeder Cent, den der Dollar zum Euro an Wert verliert, koste Zumtobel im Jahr etwa eine Million Euro. Zumtobel profitiert auch davon, dass Halbleiter und andere Komponenten nach den Engpässen des Vorjahres wieder leichter verfügbar sind.

Das zweite Quartal 2022/23 hat die Erwartungen Zumtobels so sehr übertroffen, dass im November eine „positive Gewinnwarnung“ abgegeben hat, die Prognose also erhöht wurde. Diese vorläufigen Zahlen haben sich bestätigt, so Felder. Zumtobel hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres den Umsatz um 10,6 Prozent auf 627,8 Mill. Euro gesteigert. Der operative Gewinn legte um 45,2 Prozent auf 50,8 Mill. Euro zu, der Konzerngewinn um 46,8 Prozent, von 23 auf 33,7 Mill. Euro.

„Ich glaube schon, dass Kunden umdenken, statt sich eine Neonröhre auf Lager zu legen.“

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