“Genauer hinschauen beim Zuverdienst”

Markt / 27.12.2022 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Minister Kocher will bei Arbeitslosengeld nachschärfen.

Wien Auch wenn die geplante Reform der Arbeitslosenversicherung mit dem degressiven Arbeitslosengeld nicht gelungen ist, wie Wirtschaftsminister Martin Kocher einräumt, will er Teile davon in den nächsten Monaten verwirklichen. Dabei gehe es etwa darum, „etwas genauer hinzuschauen beim Zuverdienst“. Vorstellen könne er sich auch, die Geringfügigkeitsgrenze von 485,85 Euro zu streichen. Der Arbeitskräftemangel werde indes noch lange eine der großen Herausforderungen bleiben. Nie zuvor habe es so einen Rückgang der Konjunktur gegeben, ohne dass man am Arbeitsmarkt große Effekte gesehen habe. „Das ist natürlich auch darauf zurückzuführen, dass Unternehmen wissen: Wenn sie jetzt Mitarbeiter kündigen, haben sie beim nächsten Aufschwung, der sicher – und hoffentlich bald – kommen wird, Schwierigkeiten Mitarbeiter zu finden.“

Die hohen Lohnabschlüsse werden nach Ansicht Kochers die Wettbewerbsfähigkeit nicht gefährden. Der Großteil der Exporte gehe in die EU, wo die Inflation ähnlich sei. „Wir verschlechtern uns da nicht substanziell. Gegenüber dem Rest der Welt haben wir vielleicht ein Problem. Da ist es sicher schwieriger geworden, weil dort auch die Energie-
kosten nicht gestiegen sind.“

„Gegenüber dem Rest der Welt haben wir vielleicht ein Problem.“

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