Das ändert sich 2023

Markt / 28.12.2022 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Rekordinflation bringt Rekorde bei Gehaltssteigerungen, kalte Progression wird abgeschafft.

Schwarzach Erstmals seit langem dürfte Corona nicht mehr das kommende Jahr dominieren. In den Fokus rückt eher die Teuerung. Entsprechend hoch fallen die Gehaltssteigerungen aus. Teurer werden Strom und Gas, abgeschafft wird die kalte Progression.

 

Kalte Progression. Ab Jänner fließen zwei Drittel der Einnahmen durch die kalte Progression automatisch zurück an die Steuerzahler. Das letzte Drittel soll vor allem geringere Einkommen entlasten. Gesenkt wird auch die dritte steuerpflichtige Tarifstufe der Einkommenssteuer – von 42 auf 41 Prozent, ab Juli auf 40 Prozent.

 

Körperschaftssteuer. Der Körperschaftssteuersatz wird von 25 auf 24 Prozent gesenkt. 2024 auf 23 Prozent. Die Grenze, ab der Wirtschaftsgüter als „geringwertig“ gelten und abschreibbar sind, wird von 800 auf 1000 Euro erhöht. Auch ein Investitionsfreibetrag für nach 2022 angeschaffte/hergestellte Wirtschaftsgüter soll als Betriebsausgabe abzugsfähig sein. Dieser beträgt zehn Prozent, für ökologische Investitionen 15 Prozent.

 

Teuerungsprämie. Möchten Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern aufgrund der gestiegenen Preise zusätzlichen Lohn zahlen, gibt es dafür Vergünstigungen. Diese Zahlung ist auch 2023  als „Teuerungsprämie“ bis zu einem Betrag von 3000 Euro Steuer- und SV-frei. Zum Teil steuerfrei sollen Zuschüsse für die Nutzung emissionsfreier Fahrzeuge sein.

 

Kleinunternehmer. Bei Kleinunternehmen wird die für die Einkommensteuer-Kleinunternehmerpauschalierung maßgebliche Umsatzgrenze von 35.000 auf 40.000 Euro angehoben.

Gehälter. Die Rekordinflation bringt 2023 auch Rekorde bei den Gehaltssteigerungen. So erhalten Bedienstete in den großen Branchen nicht unter sieben Prozent mehr. Die Teuerung soll laut Wifo im kommenden Jahr um die 6,5 Prozent betragen.

 

Bausparen und Zukunftsvorsorge. Die Bausparprämie liegt wieder bei 1,5 Prozent. Weiter wird eine Einzahlung von höchstens 1200 Euro im Jahr gefördert. Für die Zukunftsvorsorge beträgt die Prämie weiter 4,25 Prozent. Unverändert bei 0,0 Prozent liegt der Garantiezinssatz für Lebensversicherungen und Zukunftsvorsorge.

 

Energiepreise. Die gestiegenen Gas- und Strompreise kommen auch bei den Bestandskunden an. Die Vorarlberger illwerke vkw erhöhen die Strom- und Gaspreise per 1. April 2023. Kompensiert werden die hohen Strompreise zum Teil durch die Strompreisbremse. Haushalte werden so im Schnitt mit 500 Euro jährlich entlastet.

 

Reisen. Kroatien tritt der Eurozone bei, womit das Geldwechseln wegfällt und Kuna als Währung abgelöst werden. In Venedig wiederum wird Mitte 2023 der Eintritt in die Stadt ohne Übernachtung nur mit Online-Ticket möglich sein. In Ungarn verteuert sich die Monatsvignette für Pkw gleich um 70 Prozent auf 8900 Forint (21 Euro). Die Schweiz bekommt im Laufe des Jahres 2023 eine elektronische Vignette. In Österreich kostet die Vignette 96,40 Euro.

 

Kreditvergabe. Banken sollen künftig bei der Kreditvergabe die Rückzahlungswahrscheinlichkeit und das Vorhandensein von Sicherheiten stärker einbeziehen dürfen als die statistische Lebenserwartung des Kreditnehmers. Die Novelle dazu soll am 1. April in Kraft treten.

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