Trend zu steigenden Sparzinsen könnte 2023 anhalten

Markt / 30.12.2022 • 18:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Nach dem Kurswechsel der EZB wächst für Sparer erstmals seit vielen Jahren wieder die Hoffnung auf höhere Zinsen. Während einige Banken schon mit leichten Anpassungen reagierten, blieb der Wunsch nach spürbaren Erhöhungen für viele Konsumenten aber noch unerfüllt.

Noch nicht am Ende

Im neuen Jahr könnte sich das ändern. Denn der Inflationsdruck dauert an und dürfte zu weiteren Zinssteigerungen führen, erwartet Bankenverband-Experte Bernhard Freudenthaler. „Wir sind noch nicht am Ende, weil die Inflation immer noch nicht eine deutliche Trendumkehr gemacht hat“. Er könne sich vorstellen, dass den zuletzt erfolgten Leitzinsanpassungen noch weitere Schritte folgen werden – bis hin zu einem Niveau von vier Prozent. Effekte brachten die jüngsten Zuwächse bisher vor allem für das Kreditgeschäft, also die Kreditzinsen, weniger für Spareinlagen. Sollte die Europäische Zentralbank wie erwartet nachlegen, werde es jedoch auch im Bereich der Sparzinsen zu einer Nivellierung nach oben kommen, schätzt der Experte.

Institute halten sich bedeckt

Die großen österreichischen Institute halten sich zu diesem Thema noch bedeckt. Ein konkrete Aussicht auf weiter steigende Zinsen für Spareinlagen im Jahr 2023 geben sie nicht – explizit verneint werden Steigerungen aber ebenso nicht.

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