Auf stabilem Fundament

Markt / 23.01.2023 • 20:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei Meusburger wird die digitale Produktion auch im neuen Jahr vorangetrieben.Fa
Bei Meusburger wird die digitale Produktion auch im neuen Jahr vorangetrieben.Fa

Meusburger konnte 2022 Kunden zuverlässig beliefern: Umsatz wuchs zweistellig.

Wolfurt 24.000 Kunden in 77 Ländern zu beliefern, das war im Jahr 2022 keine einfache Aufgabe. Dem Wolfurter Normalienhersteller Meusburger ist das gelungen, wie die Firma berichtet und wie sich auch in der Bilanz ablesen lässt: 16 Prozent beträgt das Umsatzwachstum im vergangenen Jahr.

Gelungen sei dies dank dem hohen Grad an Eigenfertigung sowie dem größten zentralen Normalienlager und der stetigen Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden. Dadurch konnte das Unternehmen auch einen Teil der Kosten abfangen, denn die erhöhten Rohstoff-, Lohn- und Energiekosten gingen nicht spurlos am Normalienhersteller vorbei. Der Umsatzzuwachs im Jahr 2022 basiert unter anderem auch auf den nötigen Preisanpassungen, die Meusburger aufgrund der enormen Preissteigerungen durchführen musste, wie das Unternehmen informiert. 

Versorgungssicherheit

„Wir haben uns als stabiles Familienunternehmen mit motivierten Mitarbeitenden sowie zahlreichen Investitionen eine vielversprechende Basis geschaffen. Durch den guten Zusammenhalt ist es uns gelungen, auch 2022 miteinander die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, zieht Geschäftsführer Guntram Meusburger Resümee.

Meusburger, mittlerweile mit zehn Standorten weltweit vertreten, konnte seinen Kunden mit den verschiedenen Geschäftsfeldern alles, was der Werkzeug- und Formenbauer für die Umsetzung seiner Projekte benötigt, liefern. Man biete den Kunden ein perfekt abgestimmtes Produktsortiment. Das bedeute einerseits Versorgungssicherheit für die Kunden und sichert andererseits Arbeitsplätze in der Region.

Der Normalienhersteller ist auch digital für die Zukunft gewappnet, denn aktuell läuft hierzu das größte unternehmensweite Projekt. Ziele sind die Optimierung des Meusburger-Portals durch die Einführung eines neuen Webshops, einer neu aufgesetzten Meusburger Website sowie weitere Automatisierungen und Digitalisierungen verschiedenster Prozesse in vielen Unternehmensbereichen.

Gut gerüstet für 2023

Zurücklehnen ist aber auch 2023 nicht angesagt. Trotz der Prognosen für 2023 mit hoher Inflation und der ungewissen Energiesituation sei Meusburger dank eines stabilen Fundaments gut gerüstet. Die Nachfrage nach Normalien ist weiterhin hoch. Das kommende Jahr will Meusburger nutzen, um sich noch mehr auf Optimierung, Digitalisierung und Strukturierung zu fokussieren. Auch der Energiewandel bleibt ein großes Thema.

Stärken ausbauen

Als Produktionsbetrieb setze Meusburger zudem auf die effiziente Nutzung von Energieressourcen wie die Wärmerückgewinnung der Maschinen oder die Investition in nachhaltige und unabhängige Energiequellen. „In Zukunft wird Meusburger sich darauf konzentrieren, die Stärken der bestehenden Bereiche Schritt für Schritt weiter auszubauen. Wir sind bestens aufgestellt, um die bevorstehenden Herausforderungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren“, erklärt dazu Firmenchef Meusburger. Neben dem Hauptsitz in Wolfurt dient der neue Standort in Hohenems, der im Frühjahr 2022 bezogen wurde, als künftiges Vertriebszentrum. Für individuelle Lösungen und kundenspezifische Bearbeitung wird außerdem das Werk in Lingenau weiter ausgebaut, so das Unternehmen zu seinen Plänen in Vorarlberg. VN-sca

Meusburger Fakten

Umsatz 2022 349 Millionen Euro

Aktive Kunden über 24.000 in
77 Ländern

Standorte Wolfurt, Lingenau und Hohenems (AT); Viernheim und Seckach (DE)

Tochtergesellschaften China, Indien, Türkei, USA und Mexiko

Mitarbeitende 1700 weltweit

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