Rapper Sido zeigte Reue, Wiener Polizei ermittelt

Menschen / 22.10.2012 • 21:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wer statt Sido neben Karina Sarkissova, Zabine und Peter Rapp Platz nimmt, ist noch unklar. Foto: ORF
Wer statt Sido neben Karina Sarkissova, Zabine und Peter Rapp Platz nimmt, ist noch unklar. Foto: ORF

Sido nach Attacke auf „Chili“-Moderator Dominic Heinzl: „Ich bin zu weit gegangen“

Wien. Der Berliner Rapper Sido zeigt sich nach seinem Angriff auf den Society-Reporter Dominic Heinzl (48) im österreichischen Fernsehen selbstkritisch. „Ich bin zu weit gegangen und hätte das Problem mit Herrn Heinzl anders lösen müssen“, schrieb Sido auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Der 31-Jährige und Heinzl hatten seit Langem ein angespanntes Verhältnis. Sido erklärte, er habe nach wiederholter Provokation „leider die Beherrschung“ verloren. Er wisse, „dass der Rahmen absolut falsch war – besonders, weil Kinder anwesend waren“. Er sah sich aufgrund von Zuspruch und Lob seiner Fans dazu veranlasst, sich zu äußern, da die Kommentare seiner Ansicht nach „in eine falsche Richtung“ abgleiten. „Ich möchte niemandem das Bild vermitteln, dass diese Aktion richtig war. Es ist nix, wofür jemand gelobt werden darf!“ Heftig diskutiert wurde gestern auch, ob Sido Dominic Heinzl tatsächlich geschlagen hat. Ein neues Video zeigt nämlich, dass Heinzl nach dem „Treffer“ mit Verzögerung zu Boden ging. „Als ich ihn getroffen habe, stand er noch. Als ich aus dem Studio ging, fiel er plötzlich hin. Was für ein Schauspieler“, sagte Sido zur „Bild“-Zeitung. Unterdessen hat Heinzl auf Sidos-Facebook-Eintrag reagiert: „Respekt, Sido, für diese Ausführungen, die Dir sicher nicht leicht fielen! Ich schätze um so mehr wie ehrlich Du um eine Deeskalation bemüht bist und kann das nur unterstützen.“

Die gewalttätige Auseinandersetzung wird, wie gestern bekannt wurde, auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Wiener Polizei hat wegen des Verdachts auf Körperverletzung Ermittlungen eingeleitet.