Comeback-Pläne von Gottschalk liegen auf Eis

Menschen / 21.03.2013 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach seiner gescheiterten Vorabendshow sollte Thomas Gottschalk für die ARD zur Primetime auflaufen. Doch die Pläne liegen auf Eis. Foto: rts
Nach seiner gescheiterten Vorabendshow sollte Thomas Gottschalk für die ARD zur Primetime auflaufen. Doch die Pläne liegen auf Eis. Foto: rts

Die Verhandlungen mit der ARD sind ins Stocken geraten. Vorerst keine Abendshow mit dem Moderator.

Berlin. Als Thomas Gottschalk am 3. Dezember 2011 seine letzte „Wetten, dass..?“-Ausgabe im ZDF präsentierte, schauten rund 14 Millionen Fernsehzuschauer zu. Der Abschied war hollywoodreif, seine Worte emotional, die Scheinwerfer nur auf ihn ausgerichtet. Heute, knapp eineinhalb Jahre später, sieht es so aus, dass der populäre Entertainer nicht mehr die große Showbühne betritt, die Verhandlungen vor allem mit der ARD sind ins Stocken geraten. Die Gründe sind unterschiedlich.

Was ist passiert? Am 1. März verkündete die ARD überraschend: Jörg Pilawa kehrt nach seinem Abstecher zum ZDF ins „Erste“ zurück. Programmdirektor Volker Herres sprach davon, dass die Unterhaltungsangebote „strategisch neu ausgerichtet“ würden und von einem „Glücksfall, dass „wir mit Jörg Pilawa und Kai Pflaume künftig gleich zwei der beliebtesten, erfolgreichsten und kompetentesten Moderatoren im Ersten haben werden“. Kein Wort mehr von Gottschalk, der zunächst für eine Musikshow vorgesehen war und ein vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) entwickeltes neues Format moderieren sollte.

Widrige Umstände torpedierten die Zusammenarbeit: Zunächst gab WDR-Intendantin Monika Piel, eine der Befürworter Gottschalks innerhalb des komplexen ARD-Systems, unvermittelt ihren Rücktritt bekannt. Auch – so ist aus ARD-Kreisen zu hören – seien die in Zusammenhang mit „Wetten, dass..?“ erhobenen Schleichwerbevorwürfe gegen die von Gottschalks Bruder Christoph betriebene Firma dolce media zuletzt Gift für die Gespräche gewesen.

„Ich plane ohne Hast und Not“

Nicht zuletzt ist es der Zampano selbst, der wohl nicht so recht an die Rückkehr ins große Rampenlicht glaubt. „Ich sitze in Malibu in der Frühlingssonne und plane ohne Hast und Not“, sagte Gottschalk der „Bunten“. Ein „ARD-Boss“ wurde mit den Worten zitiert: „Wenn wir was haben, will er nicht. Und was er will, haben wir auch nicht hingekriegt.“ Aus Gottschalks Büro hieß es, der Entertainer werde sich dazu nicht äußern. Und ein gemeinsames TV-Format mit seinem alten Kumpel Günther Jauch bei RTL bezeichnet Gottschalk, der nach dem Scheitern seiner ARD-Vorabendshow sich auch beim RTL-„Supertalent“ nicht mit Ruhm bekleckert hatte, als „Nebelkerze“.