Pistorius darf wieder ins Ausland reisen

Menschen / 28.03.2013 • 22:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gericht hat Kautionsauflagen gelockert, nachdem der Sprintstar Beschwerde eingelegt hat.

Pretoria. Trotz Mordverdacht hat ein südafrikanischer Richter am Donnerstag die Kautionsauflagen von Paralympics-Star Oscar Pistorius gelockert. Demnach darf der 26-Jährige ab sofort in Absprache mit den Behörden ins Ausland reisen, um dort an Wettbewerben teilzunehmen. Jedoch muss Pistorius jede Reise eine Woche vor Antritt anmelden und eine genaue Reiseroute einreichen. Nach seiner Rückkehr muss er zudem seinen Pass wieder abgeben.

Strenge Auflagen

Die Anwälte des behinderten Profisportlers hatten schon vor Wochen angekündigt, die Aufhebung zumindest eines Teils der strengen Auflagen erreichen zu wollen. Dazu gehörten neben der Beschränkung seiner Reisemöglichkeiten auch das Verbot, in sein Haus zurückzukehren sowie Alkoholtests und eine regelmäßige Meldepflicht bei den Behörden. Richter Bert Bam hob auch die anderen Beschränkungen auf und erklärte, es habe für das zuvor zuständige Gericht „keinen Grund“ gegeben, solch strikte Auflagen zu verhängen.

Pistorius wird vorgeworfen, seine Freundin Reeva Steenkamp am 14. Februar ermordet zu haben. Der sechsmalige Paralympics-Champion habe erklärt, er habe sie versehentlich erschossen, weil er sie für einen Einbrecher gehalten habe. Am 25. Februar war Pistorius gegen Zahlung von einer Million Rand (85.000 Euro) freigelassen worden. Ab dem 4. Juni muss er sich vor Gericht für die Tat verantworten.