Oprah Winfrey sieht sich als Rassismus-Opfer

Menschen / 09.08.2013 • 21:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Oprah Winfrey wollte in der Edelboutique „Trois Pommes“ in der Zürcher Innenstadt eine Handtasche um 28.500 Euro kaufen. Doch sie musste den Laden unverrichteter Dinge wieder verlassen. foto: EPA
Oprah Winfrey wollte in der Edelboutique „Trois Pommes“ in der Zürcher Innenstadt eine Handtasche um 28.500 Euro kaufen. Doch sie musste den Laden unverrichteter Dinge wieder verlassen. foto: EPA

Die dunkelhäutige Talkmasterin wurde in einer Zürcher Edelboutique herablassend behandelt.

Zürich. US-Talkmasterin Oprah Winfrey (59) ist nach eigenen Angaben in der Schweiz ein Opfer von Rassismus geworden. Wie Winfrey im US-Fernsehen schilderte, wurde sie kürzlich in einem edlen Geschäft in Zürich nicht nach Wunsch bedient. Sie habe sich eine Handtasche näher ansehen wollen, doch die Verkäuferin habe sich geweigert, diese aus dem Regal zu holen. „Die Frau sagte: ,Nein, diese Tasche ist
zu teuer, ich zeige Ihnen eine andere‘“, sagte Winfrey in der Talkshow von US-Moderator Larry King. Die dunkelhäutige Moderatorin war im Juli
anlässlich der Hochzeit von Tina Turner in die Schweiz gereist.

Oprah ist Milliarden schwer

Winfrey – mit einem geschätzten Vermögen von 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) eine der reichsten Frauen der Welt – habe zwei Mal nachgefragt, die gewünschte Tasche aber nicht bekommen. Daraufhin habe sie den Laden ohne zu protestieren verlassen. Als spontane Reaktion auf den Fauxpas der Verkäuferin hätte sie am liebsten das ganze Geschäft leergekauft, erzählte sie King. Aber weil die Verkäuferin dann auch noch Provision kassiert hätte, habe sie es lieber gelassen.

Ein falsches Verhalten kann die Besitzerin der Boutique allerdings nicht erkennen. „Es war ein Missverständnis“, sagte sie gegenüber „Blick online“.

„Meine Verkäuferin wollte zu nett sein.“ Statt der 35.000 Franken (28.000 Euro) teuren Originaltasche aus Krokodilleder wollte sie demnach Winfrey preiswertere Modelle aus Straußenleder oder Wildleder zeigen. Das sei Winfrey wohl in den falschen Hals geraten, sodass sie geglaubt habe, man wolle ihr nichts verkaufen. Konsequenzen hat der Vorfall für die Mitarbeiterin nicht. „Ihr ist nichts vorzuwerfen. Sie wird nicht entlassen.“

Die Besitzerin der Boutique, die selber auch an Tina Turners Hochzeitsfest war, will Oprah nun in einem Schreiben das Missverständnis erklären.