Verkäuferin wehrt sich gegen Rassismus-Vorwürfe

Menschen / 11.08.2013 • 21:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Oprah Winfrey sieht sich als Rassismus-Opfer. Foto: rts
Oprah Winfrey sieht sich als Rassismus-Opfer. Foto: rts

Oprah Winfrey fühlte sich in einer Zürcher Nobelboutique schlecht behandelt. Jetzt meldet sich die Verkäuferin zu Wort.

Zürich. Nach der angeblichen Diskriminierung von US-Talkmasterin Oprah Winfrey in einer Zürcher Nobelboutique meldet sich nun die angeschuldigte Verkäuferin zu Wort. Diese ist sich keiner Schuld bewusst und kann sich Winfreys Rassismus-Vorwurf nicht erklären. Oprah Winfrey sei an diesem Tag mit einem Begleiter in die Boutique gekommen und habe sich nach der Damenabteilung erkundigt. „Dort fragte ich sie, ob ich ihr etwas Spezielles zeigen könne“, sagt sie in einem Interview mit dem „SonntagsBlick“.

Winfrey habe erklärt, sie sei noch nie in einem solchen Laden in der Schweiz gewesen und habe sich umgeschaut. Sie habe ihr schließlich „eine dieser Jennifer-Aniston-Taschen, die sehr populär sind“, gezeigt und erklärt, dass es diese Taschen in verschiedenen Farben und Materialien gebe. „Winfrey blickte auf ein Gestell hinter mir. Weit oben. Darauf ausgestellt war die 35.000-Franken-Krokotasche. Ich sagte ihr, dass es dieselbe Tasche sei, wie die, die ich in der Hand hielt. Nur dass sie viel teurer sei. Ich könne ihr gerne noch andere Taschen zeigen.“

Sie habe Winfrey auch gefragt, ob sie die Tasche im Gestell genauer anschauen wolle. „Frau Winfrey hat sich nochmals im Geschäft umgeblickt, aber nichts mehr gesagt.“ Kurz darauf habe Winfrey den Laden, in dem sie sich nicht mal fünf Minuten aufgehalten habe, verlassen. Den Vorwurf, sie habe der Talkmasterin gesagt, diese könne sich die gewünschte Tasche nicht leisten, weist die Verkäuferin vehement zurück. Ebenfalls den Rassismus-Vorwurf: „Ich bin Italienerin. Warum sollte gerade ich jemanden wegen seiner Herkunft diskriminieren.“