Taufe von Prinz George wird Tag voller Symbolik

Menschen / 22.10.2013 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Heute um 15 Uhr wird der drei Monate alte Prinz George offiziell Mitglied der englischen Kirche. Foto: AP
Heute um 15 Uhr wird der drei Monate alte Prinz George offiziell Mitglied der englischen Kirche. Foto: AP

Prinz George wird heute im kleinsten ­Familien- und Freundeskreis getauft.

London. Der kleine Prinz George hat in seinen drei Lebensmonaten schon so einiges ausgelöst: Allein die Ankündigung seiner Existenz und der Schwangerschaft seiner Mutter Herzogin Kate zogen im Dezember 2012 einen Medientornado nach sich. Als er am 22. Juli zur Welt kam, folgte eine Belagerung des Spitals. Mittlerweile hat ihn die Zeitung „Evening Standard“ zum „einflussreichsten Menschen in London“ ernannt, weil er der „wichtigste weltweite Botschafter“ für die Stadt sei. Dabei war der Prinz bisher nur ein einziges Mal öffentlich zu sehen, beim Verlassen der Geburtsklinik, und dabei schlief er. Später gab es noch ein von seinem Opa Michael Middleton gemachtes Foto von ihm und seinen Eltern – das war es bislang.

Am heutigen Mittwoch erwartet ihn nun das erste große Ereignis seit seiner Ankunft: Er wird getauft. Für die britische Monarchie ein symbolgeladener Tag. Denn sollte sich am Stand des Königshauses nichts ändern und auch sonst alles nach Plan laufen, wird George eines Tages König werden. Die Taufe übernimmt der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, geistliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Am Tag von Georges Taufe in der Königlichen Kapelle des St.-James’s-Palasts in London wird zudem etwas passieren, das es seit 1894 nicht mehr gegeben hat: Ein regierender Monarch und seine drei Nachfolger werden auf einem Foto versammelt sein. Queen Elizabeth II., ihr Sohn und Thronfolger Prinz Charles, ihr Enkel und Zweiter der Thronfolge, Prinz William, und ihr Urenkel Prinz George werden zusammen sein. Doch für die Öffentlichkeit wird von alldem nicht allzu viel zu sehen sein. Lediglich offizielle Bilder werden erwartet. Denn ganz im Sinne ihrer Absicht, George so gut es geht zu schützen und vorerst vom öffentlichen Blick fernzuhalten, wird die Taufe eine private Angelegenheit. Gefeiert wird im engen Freundes- und Familienkreis.

Spekulationen über Paten

Viele Spekulationen gab es bis zuletzt über mögliche Taufpaten für George. Buchmacher erwarteten, dass William und Kate sich gemäß ihres eher modernen Ansatzes für Freunde aus ihrer Universitäts-Zeit statt für Königshaus-Mitglieder entscheiden könnten. Kates Schwester Pippa und Williams Bruder Harry standen allerdings ganz oben auf der Liste. Harry steht mit Blick auf die Taufe ohnehin im Scheinwerferlicht: Wird er seine Freundin Cressida Bonas mitbringen oder nicht, lautet die Frage.

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