Privathafen sorgt bei Griechen für Empörung

Menschen / 16.06.2014 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
processed by Octavian

processed by Octavian

Willem-Alexander und Máxima haben Ärger wegen ihres Anwesens in Griechenland.

Athen. Der niederländische König Willem-Alexander (47) und seine Frau Máxima (43) haben Ärger wegen eines kleinen Privathafens in Griechenland. Sein Bau an der Villa des Paares in Doroufi auf dem Peloponnes hat eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen. Am Strand wurden vor rund zwei Monaten Betonanleger für Boote gebaut. Die Bürgerinitiative hält den Bau für illegal und fürchtet, dass der Strand – entgegen dem griechischen Recht – komplett gesperrt werden könnte. Für den Hafen liegt eine Sondergenehmigung griechischer Ministerien vor. Die niederländische Regierung begründete die Baumaßnahmen mit der Sicherheit des Staatsoberhauptes. Der nationale Koordinator für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit habe im Zusammenhang mit dem Schutz der Ferienvilla des Königspaares in Griechenland ein Maßnahmenpaket ergriffen. Dazu gehöre unter anderem ein Bootsanleger, der in Verbindung mit dem Haus liege.

Ein Vertreter der griechischen Bürgerinitiative gibt sich damit nicht zufrieden. „Wenn der König mit seinem Privatjet käme, würden sie dann einen Flughafen bauen?“, sagte er. Die Initiative wolle erst einmal abwarten, bis sie sämtliche Papiere vorliegen habe, und sich dann rechtliche Schritte überlegen.

Heftige Empörung

Bereits vor sieben Jahren hatte eine Ferienvilla des königlichen Paares heftige Empörung in den Niederlanden ausgelöst. Als das Königspaar eine Villa gekauft hatte, kritisierten Politiker die hohen Sicherheitskosten für den königlichen Urlaub in einem Entwicklungsland. Nach einer Debatte entschied der damalige Kronprinz 2009, das Anwesen wieder zu verkaufen. 2012 erwarb die Familie

das Haus in Griechen-

land.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.