Ab in den Urlaub: Die Obamas machen Ferien

Menschen / 08.08.2014 • 22:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Barack und Michelle Obama wollen zwei Wochen ausspannen. Ob ihre Töchter mit von der Partie sind, wurde nicht verrraten. Foto: AP
Barack und Michelle Obama wollen zwei Wochen ausspannen. Ob ihre Töchter mit von der Partie sind, wurde nicht verrraten. Foto: AP

In Martha’s Vineyard erwartet die Familie ein Haus mit 17 Zimmern, Pool und Tennisplatz.

Martha’s Vineyard. Präsident Barack Obama versucht wenigstens ein bisschen Ruhe von den Stürmen der Weltpolitik zu finden. An diesem Samstag ist es so weit: wieder mal geht es nach Martha’s Vineyard am Atlantik. Er fährt für zwei Wochen, wenn auch mit Unterbrechungen.

Erst steigen Obama und Ehefrau Michelle in den Präsidenten-Jet Air Force One und es geht nach Cape Cod. Die Halbinsel liegt rund 800 Kilometer nördlich von Washington. Dort ist Umsteigen angesagt, in Marine One, den präsidialen Hubschrauber. Der bringt die Sommerfrischler dann ans Ziel auf die Insel Martha’s Vineyard.

Elitäres Urlaubsziel

Schon die Clintons und andere amerikanische Präsidenten haben hier Ferien gemacht. Worauf Kritiker ihnen vorhielten, sie seien „elitär“. Auch die Obamas mussten schon ähnliche Vorwürfe einstecken. Lokalzeitungen fanden letztes Jahr heraus, dass das präsidiale Sommerhaus pro Woche 50.000 Dollar Miete koste. Diesmal wohnen die Obamas zwar woanders, aber auch dort gehe es ziemlich großzügig zu, heißt es in der Lokalpresse. 17 Zimmer, Pool, Tennisplatz plus Meerblick. Cape Cod und Martha‘s Vineyard sind aus zwei Gründen berühmt geworden. Zum einen haben die Kennedys hier ihren Sommersitz. Zum anderen drehte hier Steven Spielberg vor fast 30 Jahren den „Weißen Hai“. Die „New York Times“ nutzte das vor Kurzem zu einer Reportage, in der sie schrieb, dass jetzt wieder mehr Haie in der Gegend seien als früher. Das Blatt beruhigte aber zugleich die Touristen: Seit 1837 seien lediglich drei Haiangriffe auf Menschen an den Küsten von Massachusetts überliefert, einer davon tödlich.

Die Obamas könnten also beruhigt baden gehen – doch den Präsidenten werden wohl Krisenberatungen verfolgen. Ukraine-Krise, Nahost-Krise, Ebola-Krise, Irak-Krise – selten hatte Obama so viele Sorgen im Reisegepäck. Hinzu kommen die schlechten Umfrageergebnisse und das Zittern vor den Kongresswahlen im Herbst.

Doch auch im Urlaub warten auf den Präsidenten Pflichten. Ganz sicher wird Obama auch diesmal wieder Hamburgerläden besuchen und mit wildfremden Leuten plaudern – natürlich vor laufender Kamera. Präsidentenurlaub ist eine ziemlich öffentliche Angelegenheit.

Zwei Sachen allerdings hält das Weiße Haus streng geheim. Das eine ist, was die beiden heranwachsenden Töchter Malia (16) und Sasha (13) machen. Sind sie mit von der Partie oder wie viele junge Amerikaner im Feriencamp mit anderen Jugendlichen? Das Weiße Haus reagiert nicht auf entsprechende Fragen, die Obamas legen größten Wert auf die Privatsphäre ihrer Töchter.

Das zweite Geheimnis: Obama wird vom 17. bis 19. August seinen Urlaub unterbrechen und zur Stippvisite nach Washington kommen. Jetzt rätselt die ganze Welt, was für ein Ereignis dann ansteht.

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