„Breaking Bad“ sahnt die meisten Emmys ab

Menschen / 26.08.2014 • 21:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kollektives „Breaking Bad“-Jubeln: Aaron Paul, Anna Gunn und Bryan Cranston. Foto: Reuters
Kollektives „Breaking Bad“-Jubeln: Aaron Paul, Anna Gunn und Bryan Cranston. Foto: Reuters

Déjà-vu-Erlebnisse bei den Emmys in Los Angeles: „Breaking Bad“ und „Modern Family“ als große Gewinner.

Los Angeles. „Breaking Bad“ konnte seinen Vorjahres-Triumph in der Kategorie bestes Drama wiederholen. Zu den Konkurrenten der seit fast einem Jahr beendeten Serie um einen krebskranken Chemielehrer, der zum Drogenhersteller wird, zählten diesmal unter anderem „Downton Abbey“, „Game of Thrones“ und „House of Cards“. Als bester Hauptdarsteller wurde Bryan Cranston geehrt, er erhielt diesen Preis bereits zum vierten Mal. Zudem wurden Aaron Paul und Anna Gunn aus dem „Breaking Bad“-Team mit den Emmys als beste Nebendarsteller ausgezeichnet. Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie wurde Julianna Margulies für ihre Auftritte in „The Good Wife“. Für dieselbe Rolle wurde sie bereits 2011 ausgezeichnet. Für Julia Louis-Dreyfus war es bereits die dritte Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie für ihre Rolle als US-Vizepräsidentin in „Veep“. Bei den Komödien ging der Sieg klar an „Modern Family“. Mit der fünften Auszeichnung in Folge stellte die Serie den Rekord von „Frasier“ ein, diese Serie hatte von 1994 bis 1998 stets den Hauptpreis im Komödienfach eingeheimst.

Verlierer „Game of Thrones“

Großer Verlierer des Abends war die Dramaserie „Game of Thrones“. Sie war in 19 Kategorien nominiert, konnte sich aber bei keinem der wichtigen Preise durchsetzen. Auch die hochgelobten Serien des US-Streamingdienstes Netflix wie „House of Cards“ oder „Orange Is the New Black“ über einen Frauenknast gingen allen 31 Nominierungen zum Trotz leer aus.

„Oscars der Fernsehbranche“

Die Emmys gelten als Oscars der Fernsehbranche. Zu ihrer Verleihung versammelte sich in Los Angeles alles, was Rang und Namen hat. Die Promis sorgten mit ihren Auftritten für die Überraschungen, die bei der Preisverleihung ausblieben. So überfiel etwa „Breaking Bad“-Star Cranston die ruchlose „Vize-Präsidentin“ Louis-Dreyfus auf ihrem Weg zu ihrer Trophäe und drückte ihr einen stürmischen Kuss auf. In bewegenden Worten erinnerten mehrere Schauspieler bei der Veranstaltung an ihren Kollegen Robin Williams, der vor zwei Wochen gestorben war. So würdigte Billy Crystal den Verstorbenen als den „strahlendsten Stern am Komödienhimmel“.

Liste der Emmy-Preisträger

» Dramaserie: „Breaking Bad“, AMC

» Drama-Hauptdarsteller: Bryan Cranston („Breaking Bad“)

» Drama-Hauptdarstellerin: Julianna Margulies („The Good Wife“, CBS)

» Drama-Nebendarsteller: Aaron Paul („Breaking Bad“)

» Drama-Nebendarstellerin: Anna Gunn („Breaking Bad“)

» Drehbuch Dramaserie: Moira Walley-Beckett („Breaking Bad“)

» Regie Dramaserie: Cary Joji Fukunaga („True Detective“, HBO)

» Comedyserie: „Modern Family“, ABC

» Comedy-Hauptdarsteller: Jim Parsons („The Big Bang Theory“, CBS)

» Comedy-Hauptdarstellerin: Julia Louis-Dreyfus („Veep“, HBO)

» Comedy-Nebendarsteller: Ty Burrell („Modern Family“)

» Comedy-Nebendarstellerin: Allison Janney („Mom“, CBS)

» Drehbuch Comedyserie: Louis C.K. („Louie“, FX)

» Regie Comedyserie: Gail Mancuso („Modern Family“)

» Miniserie: „Fargo“, FX

» Hauptdarsteller Miniserie: Benedict Cumberbatch („Sherlock: His Last Vow“, PBS)

» Hauptdarstellerin Miniserie: Jessica Lange („American Horror Story: Coven“, FX)

» Drehbuch Miniserie: Stephen Moffat („Sherlock: Hist Last Vow“)

» Regie Miniserie: Adam Bernstein („Fargo“)

» Spielfilm: „The Normal Heart“, HBO

» Drehbuch Comedy-Specials: Sarah Silverman („Sarah Silverman: We Are Miracles“, HBO)

» Regie Comedy-Specials: Glenn Weiss („67th Annual Tony Awards“, CBS)

» Reality-Fernsehserie: „The Amazing Race“, CBS