Spaniens „rebellische Aristokratin“ ist tot

Menschen / 20.11.2014 • 21:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sevilla. Die Herzogin von Alba setzte bis kurz vor dem Tod ihren Willen durch. Die Chefin des bedeutendsten spanischen Adelshauses bestand darauf, trotz Herz- und Atembeschwerden aus dem Krankenhaus in ihren Palast von Dueñas in Sevilla zurückgebracht zu werden. Dort starb die Adelige Cayetana Fitz James Stuart am Donnerstag im Alter von 88 Jahren im Kreise ihrer Angehörigen.

Die Spanierin besaß mehr Adelstitel als die britische Monarchin. Die vielfache Herzogin, Gräfin und Markgräfin verfügte über immense Reichtümer. Dazu gehörten Burgen und Paläste, Ländereien, Börsenwerte und eine Kunstsammlung mit Werken von Meistern wie Tizian, Goya oder Velázquez.

Die Herzogin war eine der reichsten Frauen Spaniens. Der Wert ihres Vermögens wurde auf fast drei Milliarden Euro geschätzt. Vor drei Jahren verfügte sie, dass nach dem Tod ihr Erbe auf ihre Kinder aus erster Ehe – fünf Söhne und eine Tochter – aufgeteilt wird. Die Herzogin hatte es sich damals in den Kopf gesetzt, im hohen Alter von 85 Jahren den 25 Jahre jüngeren Beamten Alfonso Díez zu heiraten, der bis dahin für die Sozialversicherung gearbeitet hatte. Die Kinder waren gegen die Eheschließung. Sie argwöhnten, dass der Bräutigam ihnen das Erbe streitig machen wollte.