Nonnen wollen Katy Perrys Pläne zum Kauf eines Klosters verhindern

Menschen / 21.07.2015 • 20:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Pop-Star Katy Perry will ein Kloster kaufen. Doch zwei betagte Nonnen spielen nicht mit.

los angeles. Die Pop-Musikerin Katy Perry (30) und der Erzbischof von Los Angeles, José Gomez, sind sich zumindest in geschäftlichen Fragen einig. Die Sängerin möchte ein früheres Kloster in den Hügeln von Los Angeles in ihr Privatdomizil verwandeln. Die Erzdiözese der „Stadt der Engel“ hat dem Deal über 14,5 Millionen Dollar (13,4 Millionen Euro) in bar bereits zugestimmt. Doch einige betagte Nonnen kommen Perry und dem Kirchenmann nun in die Quere. Das Tauziehen um das riesige, inzwischen leerstehende Anwesen im mittelalterlichen Stil, mit hohen Mauern, einem Pool und weitem Blick über Los Angeles, ist zu einem handfesten Gerichtsstreit ausgeartet. Die kleine Gruppe des Ordens „Immaculate Heart of Mary“ hat das ehemalige Kloster für 15,5 Millionen Dollar (14,3 Millionen Euro) der Restaurant-Betreiberin Dana Hollister versprochen. Beide Parteien – die Schwestern und der Erzbischof – pochen auf das Verkaufsrecht für die Immobilie.

Nonnen wehren sich

Eine friedliche Beilegung des Streits ist nicht in Sicht. Geradezu kämpferisch legen sich die Schwestern Rita Callanan (77) und Catherine Rose Holzman (86) ins Zeug. Sie seien älter und gebrechlicher geworden, aber „wir sind weiterhin unabhängig und wir regeln unsere Geschäfte selbst“, zitierte die „New York Times“ aus einer Erklärung von Schwester Rita vor Gericht. Richter James Chalfant vom Superior Court rief die Streithähne

am Montag zu einer Einigung auf. Doch beide Seiten gehen mit Klagen gegeneinander vor, um den jeweils anderen vom Verkauf abzuhalten. Ende Juli und im Oktober müssen die zerstrittenen Parteien erneut vor den Richter treten.

Die Geschäftsfrau habe nicht genug Cash, die Nonnen verlangten von Hollister nur eine geringe Anzahlung, so die Sorge der Erzdiözese. Ihre Wunschkandidatin Perry dagegen würde bar bezahlen. Die Kirchenleitung hat dem Orden zugesichert, dass der Millionen-Erlös aus dem geplanten Verkauf den Schwestern zufließen würde.

Katy Perry äußert sich nicht

Doch das Nonnen-Duo ist der Popsängerin nicht gesonnen. In einer Gerichtserklärung schrieb der Anwalt der Schwestern, dass Perrys „öffentliches Ansehen“ gegen den Verkauf spreche. Katy Perry selbst hat sich bislang noch nicht zu der Causa geäußert.