Großer Emmy-Triumph für „Game of Thrones“

Menschen / 21.09.2015 • 21:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Peter Dinklage (Game of Thrones) jubelt über den neuen Emmy-Rekord der Fantasy-Fernsehserie. Foto: Reuters
Peter Dinklage (Game of Thrones) jubelt über den neuen Emmy-Rekord der Fantasy-Fernsehserie. Foto: Reuters

Die 67. Emmy Awards sorgten für so manche Überraschung; erstmals siegt Schwarze in Kategorie Dramaserie.

Los Angeles. Die Serien „Game of Thrones“ und „Veep“ sind die großen Sieger bei der 67. Emmy-Verleihung. Die Fantasy-Saga „Game of Thrones“ räumte zwölf der wichtigen Fernsehpreise ab, darunter in der Königssparte beste Dramaserie. „Veep“ holte die Trophäe als beste Comedy-Serie. Der Galaabend hielt einige Premieren bereit: Viola Davis (50) bekam als erste Schwarze den Preis als beste Hauptdarstellerin in der Kategorie Dramaserie, „Mad Men“-Star Jon Hamm (44) durfte endlich seinen ersten Emmy in Empfang nehmen.

Sieben Mal war Hamm in den Jahren zuvor leer ausgegangen. Nun wurde die im Mai nach sieben Staffeln eingestellte Erfolgsserie „Mad Men“ mit Preisen überhäuft. Sichtlich gerührt über ihren Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie zeigte sich Davis – und bemühte in ihrer Dankesrede die im 19. Jahrhundert aktive afroamerikanische Sklavereigegnerin Harriet Tubman. „Ich scheine nicht über diese Linie zu kommen“, zitierte Davis die Aktivistin. „Das Einzige, was dunkelhäutige Frauen von anderen trennt, sind Chancen. Man kann keine Emmys mit Rollen gewinnen, die es einfach nicht gibt.“ Den TV-Preis erhielt Davis für ihre Rolle als skrupellose Anwältin in „How to get away with Murder.“

Neuland betrat auch „Game of Thrones“ – nach dem Science-Fiction-Werk „Lost“ die zweite sogenannte Genre-Serie, die als beste Dramaserie ausgezeichnet wurde. Mit zwölf Emmys stellte die HBO-Produktion „Games of Thrones“ den Rekord der Polit-Serie „West Wing“ ein, die 2000 neun Trophäen bekam.

Den Preis im Comedy-Fach hatte bei den Emmy Awards für fünf Jahre in Folge „Modern Family“ eingeheimst, heuer durfte sich „Veep“ die Krone aufsetzen. Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus (54) wurde zudem als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie geehrt, zum vierten Mal in Folge.

Im direkten Vergleich der Sender kam HBO bei den Emmy Awards am besten weg. Der Kabelsender dominierte das Geschehen mit 43 Preisen.

Peter Dinklage (Game of Thrones) jubelt über den neuen Emmy-Rekord der Fantasy-Fernsehserie. Foto: Reuters
Peter Dinklage (Game of Thrones) jubelt über den neuen Emmy-Rekord der Fantasy-Fernsehserie. Foto: Reuters

Emmy-Gewinner

» Beste Dramaserie: „Game of Thrones“

» Beste Dramaserien-Regie: David Nutter („Game of Thrones“)

» Bester Drama-Hauptdarsteller: Jon Hamm („Mad Men“)

» Beste Drama-Hauptdarstellerin: Viola Davis („How to Get Away with Murder“)

» Bester Drama-Nebendarsteller: Peter Dinklage („Game of Thrones“)

» Beste Drama-Nebendarstellerin: Uzo Aduba („Orange is the New Black“)

» Beste Comedyserie: „Veep“

» Beste Comedyserie-Regie: Jill Soloway („Transparent“)

» Bester Comedy-Hauptdarsteller: Jeffrey Tambor („Transparent“)

» Beste Comedy-Hauptdarstellerin: Julia Louis-Dreyfus („Veep“)

» Bester Comedy-Nebendarsteller: Tony Hale („Veep“)

» Beste Comedy-Nebendarstellerin: Allison Janney („West Wing“)

» Beste Miniserie: „Olive Kitteridge“

» Bester Fernsehfilm: „Bessie“

» Beste Regie Fernsehfilm oder Miniserie: Lisa Cholodenko („Olive Kitteridge“)

» Bester Darsteller Fernsehfilm oder Miniserie: Richard Jenkins („Olive Kitteridge“)

» Beste Darstellerin Fernsehfilm oder Miniserie: Frances McDormand („Olive Kitteridge“)

» Bester Nebendarsteller Fernsehfilm oder Miniserie: Bill Murray („Olive Kitteridge“)

» Beste Nebendarstellerin Fernsehfilm oder Miniserie: Regina King („American Crime“)