Der Life Ball macht im nächsten Jahr Pause

Menschen / 02.11.2015 • 21:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Life Ball (hier bei der Eröffnung 2015) findet erst wieder 2017 statt, wie Organisator Gerry Keszler in einer Videobotschaft bekanntgab. Fotos: Apa
Der Life Ball (hier bei der Eröffnung 2015) findet erst wieder 2017 statt, wie Organisator Gerry Keszler in einer Videobotschaft bekanntgab. Fotos: Apa

Anlässlich des 25. Jubiläums des Events will Organisator Gery Keszler das bisher Erreichte reflektieren.

wien. Der Wiener Life Ball findet im kommenden Jahr nicht statt. Wie die Organisatoren am Montag bekannt gaben, will sich die Veranstaltung „in jeder Hinsicht neu erfinden und auf die nächste Stufe heben“. Das nächste Charity-Event wird 2017 im Wiener Rathaus stattfinden.

Neue Konzepte

Das kommende Jahr werde dazu genutzt, um mithilfe eines Beraters neue Konzepte auszuarbeiten. Damit sollen die Anliegen an ein noch größeres Publikum herangetragen werden. „Ich verspreche Euch allen, 2017 wird im Wiener Rathaus ein Life Ball stattfinden, der erneut neue Maßstäbe setzen wird“, kündigte Gery Keszler (52) an. Die Veranstaltungen Red Ribbon Celebration Concert und First Ladies Luncheon werden im kommenden Jahr aber über die Bühne gehen. „Zeitgleich wird das Team seine Kräfte bündeln“, so die Organisatoren. „Es ist mir besonders wichtig, klar zu sagen, dass unsere österreichischen HIV/Aids-Hilfsprojekte finanziell abgesichert sind. Das war mir in all meinen Überlegungen ein großes Anliegen. Hier liegt ganz klar meine Priorität“, sagte Keszler.

„Es geht mir gut“

Der Ball-Organisator hatte in diesem Jahr seine eigene HIV-Infektion öffentlich bekannt gegeben. „Um es vorwegzunehmen, mir geht es gesundheitlich sehr gut! Ich kann sagen, dass ich durch mein Outing und die darauffolgenden Reaktionen jetzt erst recht die Kraft und die Motivation für den spannenden Weg habe, der vor uns liegt.“

Das Event habe allerdings eine „dementsprechende Dimension“ erreicht und sei zu einer „eigenständigen Marke“ geworden. Deshalb möchte Keszler anlässlich des anstehenden 25. Jubiläums das bisher Erreichte reflektieren. „Ich überlege mir immer wieder, wie man dem Life Ball mehr Tiefe verleihen könnte“, meinte Keszler. „Ich sehe hier aber noch viel mehr Potenzial, was den Aufbau eines internationalen Netzwerks und auch mediale internationale Breitenwirkung anbelangt.“

Fast 80 Millionen Menschen haben sich weltweit in den vergangenen Jahrzehnten mit HIV infiziert. Mehr als die Hälfte davon sind an den Folgen einer durch Aids bedingten Erkrankung gestorben. Nach wie vor wird das Thema tabuisiert und von der Krankheit betroffene Menschen tagtäglich diskriminiert und ausgegrenzt.