„Ich bin sehr speziell in dem, was ich mache“

Menschen / 16.11.2015 • 22:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Missy Elliott ist schon seit 20 Jahren im Musikgeschäft und hat nach eigenen Angaben nur zwei Mal Urlaub gemacht. Foto:AP
Missy Elliott ist schon seit 20 Jahren im Musikgeschäft und hat nach eigenen Angaben nur zwei Mal Urlaub gemacht. Foto:AP

Mit 44 immer noch an der Spitze im Hip-Hop: Missy Elliott sticht nach wie vor heraus.

new york. (dpa) Missy Elliott ist ein Phänomen: Musikbranche und Medien lieben die Rapperin, die seit 20 Jahren ein Superstar im Hip-Hop ist. Am Donnerstag hat die 44-Jährige mit Gastsänger Pharrell Williams (42) die Single „WTF (Where They From)“ veröffentlicht. Mit der Deutschen Presse-Agentur sprach Elliott über ihren Erfolg, Social Media und Thanksgiving.

Die Kritiken zum neuen Song haben sich überschlagen. Was ist aber überhaupt das Neue an „WTF“?

elliott: Die Leute mögen es, weil die Musik heiß ist (lacht). Der Song bringt Leute automatisch dazu, sich zu bewegen. Wir hatten lange keine Musik mehr in der Geschwindigkeit. Die Menschen mögen das Tempo.

Sie sind seit 20 Jahren im Geschäft. Was macht Missy Elliott anders als andere, die nicht mehr so erfolgreich sind?

elliott: Ich bin auf jeden Fall bescheiden. Das wird überdauern, wenn man als Künstler bescheiden ist. Und ich bin sehr speziell in dem, was ich tue, eine harte Arbeiterin. Ich habe nur zwei Mal Urlaub gemacht in meiner Karriere und ich bin seit 20 Jahren im Geschäft.

Wie hat sich in 20 Jahren das Hip-Hop-Business verändert?

elliott: Eine der größten Veränderungen sind die sozialen Netzwerke, eine gute Sache. Es gibt viele Talente da draußen, und es gab sie möglicherweise schon, als ich angefangen habe, oder davor. Aber sie hatten nicht die Mittel, ihre Sachen zu veröffentlichen. Jetzt kann man einen Plattenvertrag bekommen, nur weil man online ist. Ich selbst habe bei Social Media lange gedacht, dass ich das nicht kann. Dann war ich dauernd auf Twitter, ich war richtig abhängig. Ich habe dann einen Entzug gebraucht. Jetzt bin ich bei Instagram.

Jetzt schreiben wieder alle, wie relevant Missy Elliott mit ihrer Musik ist. Geben Sie den Normalsterblichen einen Tipp: Wie bleibt man an der Spitze?

elliott: Ich sage jungen Kindern immer, dass es okay ist, herauszustechen. Dann schenkt einem jeder Aufmerksamkeit. Als ich angefangen habe, haben viele gedacht: „Wer ist die denn?“ Damals ging es im Hip-Hop viel um Mode. Und dann kam ich: aufblasbare Anzüge, Übergröße, Riesen-Sonnenbrillen. Ich habe das gar nicht mit Absicht gemacht, ich war nur ich selbst. Und dann gab es Leute, die mochten eben Missy.

In den USA nähern wir uns der Feiertagssaison. Wie sieht ein typisches Thanksgiving-Fest bei Ihnen zu Hause aus?

elliott: Ich komme aus dem tiefen Süden, dort gibt es nur Soul Food, wir frittieren alles. Deshalb war ich am Anfang meiner Karriere auch so schwer. Es ist respektlos, Essen abzulehnen. Man muss einfach jeden Kuchen essen, jeden Truthahn, alles. Für mich ist das aber die schönste Zeit. Als Sängerin bin ich so viel unterwegs. Thanksgiving bringt mich zurück zu meinen Wurzeln, und ich kann Zeit mit meiner Familie verbringen.