Xavier Naidoo singt doch nicht beim ESC

22.11.2015 • 21:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sänger Xavier Naidoo ist sehr umstritten. Foto: AP
Sänger Xavier Naidoo ist sehr umstritten. Foto: AP

hamburg. Sänger Xavier Naidoo (44) wird Deutschland doch nicht beim Eurovision Song Contest (ESC) im nächsten Jahr vertreten. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zog am Samstag seinen entsprechenden Vorschlag zurück, wie der Sender mitteilte. „Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt“, meinte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber.

Heftiger Widerstand

Gegen die Grand-Prix-Teilnahme des umstrittenen Sängers hatte sich heftiger Widerstand geregt. Im Internet liefen mehrere Petitionen gegen die ARD-Pläne, Naidoo konkurrenzlos für den ESC antreten zu lassen. Mehrfach hat der 44-Jährige Diskussionen ausgelöst, etwa, als er am Tag der Deutschen Einheit 2014 vor rechtspopulistischen Reichsbürgern sprach, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen. „Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden“, meinte Schreiber. „Aus diesem Grund wird Xavier Naidoo nicht für Deutschland starten.“ So schnell wie möglich solle entschieden werden, wie der deutsche Beitrag für den ESC in Stockholm gefunden wird.