Kirk Douglas trainiert für Ansprache zum 100er

Menschen / 07.12.2016 • 22:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Der Hollywoodstar wird morgen, Freitag, 100 Jahre alt.

Los Angeles. Kirk Douglas hat das Tempo ein bisschen gedrosselt. Vor fünf Jahren half er mit Ehefrau Anne (97) an Thanksgiving noch tatkräftig mit, Truthahn-Essen an Obdachlose zu verteilen. Nun lässt er sich nur noch selten in der Öffentlichkeit blicken.

Als ihn der Jüdische Weltkongress Mitte November mit einem Preis für sein Engagement für die jüdische Kultur ehrte, nahm Oscar-Preisträger Michael Douglas die Auszeichnung im Namen seines Vaters entgegen. Er sei „super stolz“ auf seinen Dad, der sich als Sohn jüdisch-russischer Einwanderer aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet habe und nun sein Millionenvermögen für gute Zwecke spende.

Seine Karriere musste sich Douglas hart erkämpfen. Als Issur Danielovitch Demsky geboren, wuchs er mit sechs Schwestern im Armenviertel der Stadt Amsterdam im US-Bundesstaat New York auf. Mit Jobs als Hausmeister und Ringer auf Jahrmärkten finanzierte er sein Studium, um möglichst schnell auf die Schauspielschule zu kommen. Nach dem Krieg hatte er Glück. Seine frühere Klassenkameradin Lauren Bacall, die Douglas schon kleinere Rollen am Broadway verschafft hatte, empfahl ihn bei den Studiobossen in Hollywood. Als Alkoholiker-Ehemann von Barbara Stanwyck debütierte er 1946 in dem Film „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“ so überzeugend, dass schnell weitere Hauptrollen folgten. Insgesamt spielte Douglas in mehr als 80 Filmen mit. Drei Mal wurde er für den Oscar nominiert. Erhalten hat er 1996 dann den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Seinen 100. Geburtstag wird er im Kreis von 200 Verwandten und Freunden begehen. Kirk Douglas, der seit einem Schlaganfall vor zwanzig Jahren Probleme beim Sprechen hat, bereitet mit Hilfe einer Sprachtherapeutin eine Ansprache vor. Ratschläge dafür, wie sich ein dreistelliges Alter erreichen lässt, will er dabei aber nicht geben. Solche Tipps habe er nicht.